Aktualisiert 18.05.2020 06:04

Auswirkungen des Virus

Einbruch der US-Wirtschaft um bis zu 30 Prozent befürchtet

Die Coronakrise belastet die Wirtschaft schwer. Jetzt gab der Chef der US-Notenbank Fed eine düstere Prognose für das laufende Quartal ab. Eine Erholung hängt ihm zufolge von einem Impfstoff ab.

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Der Chef der US-Zentralbank Jerome Powell sieht einen starken Wirtschaftseinbruch auf die USA zukommen.

Der Chef der US-Zentralbank Jerome Powell sieht einen starken Wirtschaftseinbruch auf die USA zukommen.

REUTERS
Er hält es zudem für wahrscheinlich, dass die US-Arbeitslosenquote auf 20 bis 25 Prozent steige.

Er hält es zudem für wahrscheinlich, dass die US-Arbeitslosenquote auf 20 bis 25 Prozent steige.

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Powell rechne dennoch nicht damit, dass die Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten ähnliche Ausmasse annehme wie in 1930er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Powell rechne dennoch nicht damit, dass die Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten ähnliche Ausmasse annehme wie in 1930er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

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Darum gehts

  • Fed-Direktor Powell befürchtet einen Einbruch des BIP zwischen 20 und 30 Prozent.
  • Er hofft auf eine Erholung im 3. Quartal.
  • Seit Mitte März haben in den USA 36 Millionen Menschen ihren Job verloren.

Es sei gut möglich, dass das Bruttoinlandprodukt um 20 bis 30 Prozent abnehme, sagte Fed-Direktor Jerome Powell am Sonntagabend (Ortszeit) in einem Interview des Fernsehsenders CBS. Interview des Fernsehsenders CBS. Er hält es zudem für wahrscheinlich, dass die US-Arbeitslosenquote auf 20 bis 25 Prozent steige.

Hoffen auf einen Impfstoff

Powell rechne dennoch nicht damit, dass die Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten ähnliche Ausmasse annehme wie in 1930er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Er sehe eine «gute Chance», dass es im dritten Quartal wieder eine Zunahme des Wachstums der US-Volkswirtschaft gebe, sagte er.

Entscheidender Faktor für das Wirtschaftswachstum sei aber, dass die Ausbreitung des Coronavirus abnehme, betonte der US-Notenbankchef. Damit die US-Wirtschaft sich komplett erhole, sei es vielleicht nötig, dass es einen Impfstoff gegen den neuartigen Erreger gebe, hiess es.

Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung der USA bereits um 4,8 Prozent geschrumpft, schreibt Spiegel.de. In der Bilanz der ersten drei Jahresmonate hatte sich die Pandemie aber noch nicht voll niedergeschlagen.

36 Millionen haben seit Mitte März ihren Job verloren

Die Zahl der wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe war in den USA zuletzt höher ausgefallen als erwartet: Fast drei Millionen Menschen stellten einen entsprechenden Erstantrag, insgesamt haben damit seit Mitte März 36 Millionen Menschen in dem Land ihren Job verloren.

Stark geschwächt wurde auch der US-Einzelhandel. Ökonomen rechnen beim privaten Konsumfür das laufende Quartal einen Einbruch von bis zu 40 Prozent. Der Bereich macht mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus.

(REUTERS)
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14 Kommentare

RicBellini

21.05.2020, 09:16

Trump ist seinen Ministerien gegenüber so loyal, dass er auch dies als Fake News bezeichnet.

Bubi

19.05.2020, 10:04

Man merkt es in der Industrie, die Amis können nicht fristgerecht liefern. Die Europäer produzieren besser selbst. Die Amis sind zu weniger flexibel. Europa 5% - Amerika 30% - so isses.

Ricardo M.

19.05.2020, 09:29

Und auch jetzt werden wieder viele sehr viel Geld verdienen und viele noch mehr verlieren. An der Börse wird es rappeln. Der Goldpreis ist wieder gestiegen! Ist nur Bares Wahres? Passt einfach auf mit allem was ihr macht! Mit eurem Geld (Sparen), mit Weiterbildung für den Stellenerhalt, mit Arbeitsplatz und -ort Flexibilität. Nur so kommt ihr im Falle eines Falles über die Runden.