Aktualisiert 05.08.2008 21:30

LuzernEinbruchswelle: Sind Zigeuner am Werk?

Ferienzeit ist Langfingerzeit: Allein im Juli wurde in Luzern 37-mal in Häuser eingebrochen. Die Polizei vermutet Zigeuner
als Täter.

von
Katja Schlegel

«Es geschieht meist am ­helllichten Tag», sagt Simon Kopp, Mediensprecher der ­Kapo ­Luzern, «und mehrfach ­haben Anwohner dunkelhaarige Frauen in langen Röcken im Quartier beobachtet.» Für die Polizei ist der Fall klar: «Wir gehen fest davon aus, dass es sich um Mitglieder ethnischer Minderheiten handelt», sagt Kopp und meint damit Zigeuner. Fahrende aus dem Ostblock, die die hiesige Ferienzeit für ihre Zwecke nutzen. «Das geht nun schon seit ­Jahren so», sagt Kopp. «Hauptsächlich sind es Frauen und Kinder, die nach Häusern Ausschau halten, in denen gerade niemand zu Hause ist, und sich dann über offene Türen oder Fenster Zutritt verschaffen», weiss Kopp. Aufgebrochen würden diese nur, wenn es nicht anders ginge, dafür brauche es Zeit. Eine erfolgreiche Masche, wie die Anzahl der Taten im Juli zeigt: 37 Haushalte wurden im Kanton Luzern heimgesucht. Die Diebe nehmen vor allem Bargeld und Schmuck mit – Dinge, die sich schnell verscherbeln lassen.

Erwischt werden die Einbrecher nur in den seltensten Fällen. Der Polizei bleibt daher nichts anderes übrig, als ihre Patrouillen generell aufzustocken. «Schliesslich gilt bei ­jeder Person die Unschuldsvermutung», sagt Kopp. Man könne nicht präventiv einfach Schwarzhaarige verhaften.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.