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Eine Anleitung für mehr Glück in der Weihnachtszeit

An alle Grinches da draussen: Ihr könnt diesen Artikel direkt wieder schliessen. Denn auch wenn (oder gerade weil) wir ein hartes Jahr hinter uns haben, sei uns das Glück in der Vorweihnachtszeit vergönnt. Damit es besonders lange hält, helfen wir mit unseren Tipps etwas nach.

von
Malin Mueller

Deko rausholen

Kitsch? Darf in der Vorweihnachtszeit (und auch sonst) ruhig sein, wenn es euch gut tut. 

Kitsch? Darf in der Vorweihnachtszeit (und auch sonst) ruhig sein, wenn es euch gut tut.

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Die eingestaubte Plastiktanne steht immer noch im Keller, die Kugeln sind im letzten Jahr zu 90 Prozent zerbrochen (als ihr nach einem Glühwein zu viel selbst Weihnachtsbaum spielen wolltet) und an Lebkuchen und Kokosmakronen ist noch nicht zu denken? Sorry, aber damit macht ihr alles falsch. Psychologen bestätigen, dass Menschen, die sich früh um ihre Weihnachtsdeko kümmern, glücklicher sind. Der Grund dafür ist so simpel wie einleuchtend: «In unserer stressigen, beängstigenden Welt umgeben wir uns gern mit Dingen, die uns ein gutes Gefühl verleihen. Weihnachtsdeko verbinden viele mit einer glücklichen Kindheit, sie ruft schöne Erinnerungen in uns hervor. Und wir fühlen uns glücklicher» Die schlauen Worte stammen von Psychoanalyst Steve McKeown, der die Wirkung und die Beweggründe vom Deko-Wahn analysierte. Und viele seiner Kollegen stimmen ihm zu. Also her mit der kitschigen Deko und weg mit dem Winter-Blues!

Dankbarkeit zeigen

Schreiben wir auf, für was wir dankbar sind, macht es uns das viel bewusster.

Schreiben wir auf, für was wir dankbar sind, macht es uns das viel bewusster.

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Schon klar, der Trend zu mehr Gratitude ist nicht neu. Trotzdem vergessen wir es immer wieder. So wie ausreichend Wasser zu trinken (tut es, jetzt!). Statt uns also in diesem Jahr auf das zu fokussieren, was wir uns wünschen, sollten wir dankbar für das sein, was wir bereits haben. Nein, nicht den super Schnellkochtopf von Mama letztes Jahr. Wobei – wenn ihr den mögt, go for it! Aber vergesst auch nicht das Dach über dem Kopf, den Tag, an dem die Sonne so schön geschienen hat, eure Freunde, die Guetzli, die ihr gemeinsam gebacken habt … ihr wisst schon. Und damit das alles auch im Gedächtnis bleibt, schreibt es auf. Ein Dankbarkeits-Tagebuch macht euch nicht nur zum Insta-Hipster, sondern auch auf Dauer glücklicher. Versprochen.

Perfektion vergessen

Wir können uns vermutlich darauf einigen: 2020 war alles andere als perfekt. Die Möglichkeit, dass es das Weihnachtsfest in diesem Jahr ebenfalls nicht wird, ist also durchaus gegeben. Aber das muss es auch gar nicht. Wenn für einen Weihnachtsbaum die Zeit nicht reicht, dekoriert einfach eure Goldfruchtpalme. Die ewig meckernde Tante zerstört jedes Jahr die Stimmung? Seid höflich und sagt, ihr wollt dieses Jahr nur im kleinen Kreis feiern. Das Dinner ist im Ofen verbrannt? Ganz ehrlich, eine gute Pizza schmeckt auch an Heiligabend. Wir sollten den Drang, perfekt sein zu müssen, zumindest für einmal vergessen können. Und wenn, dann doch in diesem maximal unperfekten Jahr, oder?

Lichter anschauen

Die Weihnachtsbeleuchtung in den Städten brennt der Pandemie zum Trotz.

Die Weihnachtsbeleuchtung in den Städten brennt der Pandemie zum Trotz.

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Corona hat uns vieles vermiest, aber die Weihnachtsbeleuchtung in den Städten konnte es uns nicht nehmen. Nun wissen wir natürlich nicht, ob ihr genau so wahnsinnige Weihnachtsfans seid, wie die Autorin, die hier schreibt (hi!). Aber sich einen Abend lang Zeit zu nehmen, um die Lichter in der Stadt bewundern, macht zumindest sie auf der Stelle glücklicher. Egal, wie schlecht der Tag bis dahin war. Einen Versuch ist es also wert.

Das Schenken feiern

Selbstgemachtes bringt nicht nur der beschenkten Person viel Freude.

Selbstgemachtes bringt nicht nur der beschenkten Person viel Freude.

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Es stimmt schon, Geschenke für alles und jeden zu besorgen, ist jedes Jahr aufs Neue stressig und auch immer wieder ein echter Downer fürs Portemonnaie. Dabei könnte es so schön sein: Wenn euch Geschenke selbst nicht wichtig sind, sagt eurer Familie, dass ihr in diesem Jahr keine wollt (nicht, dass ihr euch nichts wünscht. Das ist NICHT das Gleiche). Habt ihr Glück, sehen sie es genauso und ihr alle kommt stressfreier durch die jetzige Zeit. Wenn nicht, konzentriert euch in diesem Jahr auf selbstgemachte Dinge. Selbst gemachter Likör, schöne Karten oder vielleicht sogar ein selbstgebautes Möbelstück? Wer sich ein Wochenende Zeit nimmt, um seine Liebsten mit einer schönen Geste zu beschenken, hat garantiert auch selbst viel mehr Freude daran.

Okay damit sein, nicht okay zu sein

Die Lichter brennen, die Geschenke sind organisiert und dankbar sind wir auch. Gerade in der Weihnachtszeit sollte uns es ja schliesslich gut gehen. Das suggerieren uns gerade alle (dieser Artikel ist da keine Ausnahme) – und doch wollen wir manchmal einfach den ganzen Tag nur heulen und im Bett bleiben. Was wir gerne vergessen: Auch das ist in Ordnung. Ihr müsst nicht 24/7 die glücklichen Elfen spielen. Und wenn ihr nicht mögt, müsst ihr mit euren Tiefs auch nicht alleine fertig werden. Freunde und Familie sind dafür da, zu helfen. Therapeuten auch. Hilfe holen ist in Ordnung.

Was macht ihr, um in der stressigen Weihnachtszeit etwas mehr Glück in euren Alltag zu bringen? Teilt eure Tipps in den Kommentaren!

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7 Kommentare
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Engel

03.12.2020, 01:30

........das ganze Haus weihnachtlich schmücken, Weihnachtsfilme schauen. Den Weihnachtsbaum schon eine Woche früher aufstellen, damit die Weihnachtstage richtig erholsam werden🌲 einfach geniessen - I love X-mas⭐️

Oliver O.

03.12.2020, 01:24

Ein Expertenteam bestehend aus Wissenschaftlern aus Haiti und Burundi hat neuerdings herausgefunden, dass Liftfahren eine der größten Gefahren in Covid19-Zeiten darstellt. Stockwerke 3 bis 23 zu betreten sei problematisch, aber die 13. Etage sei die gefährlichste; sie müsse unbedingt gemieden werden. Schon alleine die Durchfahrt könne schwerwiegende Folgen haben.

N i c k ist mein Name

03.12.2020, 00:43

Ich ahnte, dass es sowas geben wird. Darum bin ich noch rechtzeitig nach Puerto Vallarta an der Pazifikküste von Mexiko geflüchtet, wo mich prächtiges Wetter, weiße Strände, abenteuerliche Ausflüge, feines Essen, gutes Bier, Erstklass-Tequila und phänomenale Señoritas erwarteten. Mein Home Office mach ich von meinem großzügigen Hotelzimmern aus von 16 bis 18 Uhr, Montag bis Mittwoch, aber nur bei schlechtem Wetter (was bis heute noch nicht der Fall war). Falls mir das Verlängern meines 6-Monate-Touristenvisums gestattet wird, werde ich ein weiteres halbes Jahr in diesem Traumland, das nicht auf der BAG-Risikoliste figuriert.