Aktualisiert 11.03.2015 07:09

Präventions-AppEine App gegen Zeckenbisse

Mit den warmen Temperaturen kommen auch die Zecken aus ihren Löchern. Eine App von ZHAW-Forschern sorgt dafür, dass Sie bestens vorbereitet sind.

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Kaum wird es wärmer, verlassen die Zecken ihre Löcher.

Kaum wird es wärmer, verlassen die Zecken ihre Löcher.

Keystone/Stephan Jansen
Damit die ebenfalls sonnenhungrigen Menschen vorgewarnt sind und sich entsprechend vorsehen können, haben Forscher der ZHAW in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit eine App entwickelt.

Damit die ebenfalls sonnenhungrigen Menschen vorgewarnt sind und sich entsprechend vorsehen können, haben Forscher der ZHAW in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit eine App entwickelt.

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Sie hilft laut den Entwicklern, Risiko-Gebiete zu lokalisieren und sich vor Zeckenstichen zu schützen oder nach einem Zeckenstich richtig zu handeln.

Sie hilft laut den Entwicklern, Risiko-Gebiete zu lokalisieren und sich vor Zeckenstichen zu schützen oder nach einem Zeckenstich richtig zu handeln.

ZHAW

Die Attacke einer Zecke verläuft meist unbemerkt. Das macht sie so gefährlich. Denn ein Biss von den Blutsaugern kann unter anderem Lyme-Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Neoehrlichiose hervorrufen. Alles Krankheiten, die unbehandelt zum Tod führen können.

Aus Angst, sich zu infizieren, meiden mittlerweile viele Menschen Gegenden mit hohem Gras und dichtem Gestrüpp. Denn dort fühlen sich die Zecken so richtig wohl.

Information und Prävention

Die von Forschern der Zücher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) entwickelte App «Zecke» soll den Besorgten die Freude am Draussensein zurückgeben und gleichzeitig die Zahl der Betroffenen senken.

Diese hilft, Risiko-Gebiete zu lokalisieren und sich vor Zeckenstichen zu schützen oder nach einem Zeckenstich richtig zu handeln, wie es in einer Mitteilung heisst. Zudem entlarvt sie die häufigsten Irrtümer betreffend der Blutsauger. Entwickelt wurde sie von den Zeckenexperten Jürg Grunder und Werner Tischhauser von der Forschungsgruppe Phytomedizin am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen in Wädenswil.

Dass sich die Installation der kostenfreien App durchaus lohnen kann, zeigt ein Blick in die Statistik. Denn die Zahl der Arztbesuche wegen Zeckenstichen und durch Zecken übertragene Krankheiten in der Schweiz liegt bei rund 20'000 Fällen pro Jahr. Davon waren 2014 etwa 100 Personen von FSME und etwa 9000 Personen von der Lyme-Borreliose betroffen.

Derzeit ist die Präventions-App für iOS-Geräte erhältlich. 2016 soll eine Android-Version auf den Markt kommen.

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