07.03.2019 15:15

Tödliche Messerattacken

Eine Blutspur zieht sich durch ganz England

Immer wieder kommt es in England zu tödlichen Messerangriffen. Die Politik ist heftiger Kritik ausgesetzt. Theresa May will jetzt handeln.

von
dmo

Sechsmal soll auf den jungen Mann in Leyton im Osten Londons eingestochen worden sein. Mindestens einmal in den Nacken. Barfuss soll Carlos, so sein Name, durch die Strassen gehetzt worden sein, bevor er am Mittwochnachmittag zusammenbrach.

Entsetzte Passanten eilten herbei, versuchten dem Verletzten noch zu helfen – vergebens. Carlos, etwa 20 Jahre alt, starb noch vor Ort gegen 17 Uhr. «Er wurde bei sich zu Hause angegriffen und versuchte zu fliehen», sagte eine Zeugin gegenüber «The Sun»

Bereits 21 Ermittlungen allein in London

Es ist die jüngste Attacke in einer Reihe von blutigen Messerangriffen, die sich durch ganz England ziehen. In 16 Tagen kam es zu 14 Morden. Von Sunderland im Norden über Birmingham bis nach London im Süden der Insel. Laut dem Boulevardblatt ist es allein in der englischen Hauptstadt die 21. Mordermittlung in diesem Jahr. Einen traurigen Höhepunkt erreichte die Gewalt vergangenes Wochenende, als eine 17-Jährige in London sowie ein gleichaltriger Teenager bei Manchester tödlich verletzt wurden.

Die sinnlosen Morde und Attacken wirken sich bis in die Politik aus. Sie setzen die Regierung von Premierministerin Theresa May unter Druck, endlich die Gewalt im Land einzudämmen. Von der Chefin der Polizeibehörde von Greater London, Cressida Dick, wurde May sogar persönlich für den Rekordwert an Messerstechereien verantwortlich gemacht. Die Premierministerin ihrerseits sagte, sie wolle in den nächsten Tagen eine Krisensitzung abhalten, um das Problem in den Griff zu bekommen.

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