Aktualisiert 11.11.2004 14:22

Eine Chronologie des Sterbens von Jassir Arafat

Rund einen Monat dauerte das lange Sterben von Jassir Arafat. Rätselhaft blieb bis zum Schluss die genaue Diagnose.

Folgende Chronik führt die wichtigsten Daten auf dem Weg zum Tod des palästinensischen Präsidenten auf.

12. Oktober: Bei einem Spaziergang in Ramallah erkältet sich Arafat nach Angaben seiner Berater. Abends ist ihm übel und er geht vorzeitig zu Bett.

19. Oktober: Ägyptische Ärzte untersuchen Arafat. Seine Berater geben an, dass er zuletzt Fieber gehabt und unter Übelkeit zu leiden hatte.

23. Oktober: Ein Ärzteteam aus Tunesien untersucht Arafat. Ein tunesischer Diplomat spricht von einer Vorsichtsmassnahme.

27. Oktober: Arafat bricht zusammen und verliert für zehn Minuten das Bewusstsein.

28. Oktober: Arafat ist nach Auskunft seiner Umgebung zu schwach um aufzustehen. Eine Untersuchung ergibt einen niedrigen Wert von Blutplättchen. Ein Team von 15 Ärzten, darunter Mediziner aus Ägypten, Tunesien und Jordanien, beschliesst, den Patienten zur Behandlung nach Frankreich zu schicken.

29. Oktober: Über Jordanien wird Arafat nach Frankreich geflogen und ins Militärkrankenhaus Percy gebracht. Sofort nach seiner Ankunft erhält er eine Bluttransfusion.

31. Oktober: Die Ärzte versuchen zu ergründen, ob Arafat an einer Vireninfektion oder an Krebs leidet. Leukämie wird als Ursache seines Leidens ausgeschlossen.

3. November: Arafat wird nach einer Verschlechterung seines Zustands auf die Intensivstation gebracht und fällt ins Koma.

8. November: Arafat erleidet eine Hirnblutung.

9. November: Die Ärzte teilen mit, dass sich der Zustand Arafats verschlechtert hat und dass er in ein tieferes Koma gefallen ist.

10. November: Arafat hat Schädigungen an Hirn, Niere und Leber erlitten.

11. November: Arafat stirbt um 3.30 Uhr. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.