Valentin Stocker: «Eine Ehre, wieder in der Nati zu sein»
Aktualisiert

Valentin Stocker«Eine Ehre, wieder in der Nati zu sein»

Valentin Stocker wird im Test gegen Österreich sein viertes Länderspiel bestreiten. Nach der Enttäuschung über die Nicht-Nomination für die WM will der FCB-Star seine Chance nutzen.

von
Sandro Compagno
Österreich
Nach der verpassten WM kehrt Valentin Stocker in die Nationalmannschaft zurück. (Bild: EQI)

Nach der verpassten WM kehrt Valentin Stocker in die Nationalmannschaft zurück. (Bild: EQI)

Die Weltmeisterschaft in Südafrika hat Valentin Stocker am TV verfolgt. «Der Fernseher lief ständig, und wenn etwas passierte, dann bin ich hingerannt, um es mir anzuschauen», gibt der Krienser Einblick in sein Fernseh-Verhalten. Nichtsdestotrotz habe es weh getan, nur Zuschauer zu sein: «Aber ich habe mich sehr über den Schweizer Sieg gegen Spanien gefreut und ich war traurig, als die Nati ausgeschieden ist.»

Valentin Stocker ist erst zum vierten Mal mit der Nati dabei, aber er ist dies mit Leib und Seele: Er wolle für sein «Vaterland guten Fussball spielen», es sei eine «Ehre, wieder in der Nati zu sein» und als Spieler verstehe er sich auch als «Botschafter des Landes». Es schwingt viel Pathos mit, wenn der Mittelfeldspieler über seine Motivation spricht.

Die Erwartungen, die auf den schmalen Schultern des 21-Jährigen lasten, sind gross. Nach dem WM-Out musste die Schweizer Nati harsche Kritik für ihren fantasielosen Anti-Fussball einstecken. Insbesondere im Mittelfeld waren Torgefährlichkeit und Kreativität nur als Spurenelemente vorhanden. Stocker soll dies ändern. «Er ist ein Spieler, der von der linken Seite Torgefahr ausstrahlt», sagt Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld und fordert vom Basler, dass er «Tore nicht nur vorbereitet, sondern selbst in den 16-Meter-Raum vorstösst».

Stocker weiss um den Anspruch des Trainers, will sich aber keinen speziellen Druck aufladen. «Ich will spielen, wie ich das auch bei Basel immer tue. Ich bin torgefährlich und ich erwarte, dass ich das auch in der Nati rüberbringe. Aber ob ich gut genug bin, um das auf diesem Niveau zu zeigen, das werden wir sehen.»

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