Tipps gegen Besenreiser - Eine Expertin verrät, wie du Äderchen an den Beinen loswirst
Du hast störende Besenreiser an den Beinen? Eine Dermatologin hat Tipps.

Du hast störende Besenreiser an den Beinen? Eine Dermatologin hat Tipps.

Pexels/Vlada Karpovich
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Besenreiser adieuEine Expertin verrät, wie du Äderchen an den Beinen loswirst

Ciao, Jeans und Strumpfhosen – jetzt zeigen wir endlich wieder unsere Beine. Eine Dermatologin verrät, was bei störenden Äderchen hilft. Und ob Beine überschlagen wirklich so schlimm ist.

von
Luise Pomykaj

Endlich wieder kurze Hosen und Röcke tragen! Auf der noch blassen Winterhaut sieht man rote Äderchen allerdings besonders gut. Warum haben wir die? Und wie wird man die Dinger los? Wir haben bei Fachärztin Dr. Martina Tröbinger vom Dermatologikum Zürich nachgefragt.

Worin unterscheiden sich Besenreiser, Krampfadern und Co.?
Bei Besenreisern handelt es sich um feine, oberflächlich in der Haut liegende, rot-bläulich-violette Venen an den Beinen, die auch schon bei jungen Menschen auftreten und vor allem aus kosmetischen Gründen stören können. Krampfadern sind dickere, krankhaft erweiterte Venen an den Beinen, die meist erst im Erwachsenenalter entstehen.

Und wie?
Beide Aderarten entstehen durch eine Venenschwäche. Bei den Krampfadern ist es genauer gesagt eine Venenklappenschwäche: Das Blut kann nicht komplett Richtung Herz zurückgepumpt werden, sondern sackt nach unten in die Beine ab. Bei den Besenreisern handelt es sich dagegen um eine Erweiterung der Venen. Durch die ständige Stauung vom Blut im Venensystem kommt es zum Elastizitätsverlust der Venenwand – die Vene erweitert sich und wird sichtbar.

Werden Besenreiser mit der Zeit stärker sichtbar?
Zusätzlich verschlechtern können sich Besenreiser durch stehende und sitzende Arbeitstätigkeit, Schwangerschaft und Übergewicht. Wenig Bewegung, viel Wärme wie zum Beispiel häufige Saunabesuche und häufiges, heisses Baden.

Kann man vorbeugen? Es heisst, man sollte die Beine nicht überschlagen.
Das ist nicht ausschlaggebend, da es sich meistens um eine genetische Veranlagung handelt. Aber durch die Vermeidung folgender Tätigkeit kann man versuchen, die Zunahme zu verlangsamen: Wärme und Stauung vermeiden, nicht zu lange und heiss baden und versuchen, nicht so viel zu sitzen und zu stehen. Laufen und Liegen ist besser. Eine positive Auswirkung haben das regelmässige Tragen von Kompressionsstrümpfen, Bewegung und Wechselduschen.

Wie lassen sich Besenreiser und Krampfadern entfernen?
Besenreiser können verödet werden, das nennt sich dann Sklerotherapie. Dabei wird ein Medikament direkt in die Vene gespritzt, was durch eine leichte Entzündungsreaktion zum Verschluss des Gefässes führt, und der Körper löst die Vene auf. Die Alternative ist die Entfernung mittels Laser. Die Krampfadern können operativ bei einer offenen Operation oder endovenös – das heisst vom Inneren der Vene – mittels Radiowelle oder Laser behandelt werden.

Ob man die Beine oft überschlägt, ist nicht ausschlaggebend, so die Expertin.

Ob man die Beine oft überschlägt, ist nicht ausschlaggebend, so die Expertin.

Pexels/Jill Buttow

Wann wird verödet, wann gelasert?
Die Verödung ist die Standard-Methode bei roten und blauen Äderchen. Die Laserbehandlung kann als Alternative bei roten Äderchen verwendet werden. Operiert wird bei uns meist bei Krampfadern.

Was ist bei Letzterem zu beachten?
Die Entfernung macht man am besten im Herbst und Winter, da Sonne für mindestens vier Wochen gemieden werden sollte, um die Gefahr von Pigmentstörungen zu reduzieren. Zudem sollten für mindestens zwei Wochen Kompressionstrümpfe getragen werden, und auch das ist im Winter angenehmer.

Wie lange brauchen die Beine in der Regel, um nach einem Eingriff zu verheilen?
Besenreiser brauchen ungefähr zwei Wochen, Krampfadern etwa vier Wochen.

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