Sixpack-Blog: Eine falsche Bewegung ...
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Sixpack-BlogEine falsche Bewegung ...

... und du liegst am Boden: Stefans Rücken will nicht so, wie er es will. Wie kommt unser Mann wieder auf die Beine?

von
sry
Nein, das bin nicht ich. Und das ist auch nicht Frau J. aus J. Aber das könnte ich sein. Und das könnte auch Frau J. aus J. sein. Symbolbild nennt man so ein Foto branchenintern.

Nein, das bin nicht ich. Und das ist auch nicht Frau J. aus J. Aber das könnte ich sein. Und das könnte auch Frau J. aus J. sein. Symbolbild nennt man so ein Foto branchenintern.

Viel habe ich bereits gelernt in den vergangenen Wochen und Monaten. Zum Beispiel:

- Dass du mehr Energie hast, wenn du dir weniger davon zuführst. Und vor allem darauf achtest, dass die Energie auch wirklich hochwertig ist.

- Dass Abnehmen auch ohne Kalorienzählen geht. Wenn du auf deinen Körper hörst und dich nicht von all den gut gemeinten Ratschlägen in die Irre führen lässt.

- Dass Alkohol ein völlig überschätztes Genussmittel ist, das eigentlich nur dem Absenken der Hemmschwelle dient. Glücklicherweise ist mir ja praktisch nichts peinlich. Schon gar nicht zuzugeben, dass ich meist ohne jeden Grund getrunken habe. Trinken ohne Grund: wie erbärmlich! Trinken mit Grund: irgendwie noch erbärmlicher. Okay, ein Getränk vermisse ich tatsächlich: Whisky. Werde ich ab und zu wieder trinken, mit Bedacht. Zum Beispiel bei einem Glas Single Malt darüber nachdenken, wieso ich in der Beiz oder Bar früher immer (genau: IMMER) eine Stange bestellt habe – und nie ein Mineral.

- Dass man als Sportsmann schnell als verbissen, einfältig und vor allem: langweilig gilt. Stimmt. Für mich gibts eigentlich nur noch ein Thema: Training, Training, Training. Okay, das Thema Ernährung ist auch spannend. Ist doch auch spannend, oder? Mein subjektives Empfinden weicht stark von den objektiven Rückmeldungen ab, die ich gerade wieder über Ostern von meiner Familie erhalten habe: Etwas einfältig, ziemlich unlustig («Du bist immer so ernst und streng!») und auch etwas beschränkt auf der Gefühlsebene sei ich. Mir doch egal. Ha! Kleiner Scherz. Natürlich ist mir das alles andere als egal. Gern möchte ich dem Kimi Räikkönen in mir wieder mehr und dem Fernando Alonso möglichst wenig Platz einräumen. Mehr Irrsinn, weniger Stefan halt.

- Dass man ab und zu laut und deutlich Nein sagen muss, weiss ich eigentlich. Dass mir meine Begeisterung gefährlich werden kann, ist mir bekannt, seit ich als vierjähriger Knirps meinem Cousin in den Garten hinterherrannte, dort von einer Deutschen Dogge gebissen und zu Boden gerissen wurde. Deshalb mache ich mir bis heute nicht allzu viel aus Hunden. Immerhin habe ich aber auch keine Angst mehr von ihnen. Wenn das Hundeli in der Tragtasche der Halterin sicher verwahrt ist. Nein sagen? Begeisterung im Zaum halten? Extrem schwierig. Vor allem, wenn der Personal Trainer sich kurz vor Ostern noch einen hübschen Parcours ausgedacht hat und du dich freust wie Hansli auf Weihnachten. Extra! Für! Dich! Ein! Parcours! Mit! Verschiedenen! Posten!

Der drittletzte Posten war einer zu viel: auf einen Holzbock springen, mit beiden Beinen gleichzeitig. Zack! Nicht ohne. Und zack folgt der zweite Zwick, der mit aller Deutlichkeit «Nein!» schreit. Meine kaputten Bandscheiben hatten da schon genug vom Postenlauf. Glücklicherweise sind Personal Trainer flexibler als mein Rücken. Sofort ging mein Betreuer auf die veränderte Sachlage ein. Ein absoluter Profi halt.

Ein absoluter Profi ist auch Frau J. aus J.: Zweimal habe ich mich über Ostern ihren Händen anvertraut, und glauben Sie mir: Vom Hotelmasseur mit laschem Händedruck bis zur knüppelharten chinesischen Matrone kenne ich das ganze Spektrum der Masseure. In Hongkong und im Hotel Bad Serneus war der Händedruck jeweils kräftig, aber nicht zu stark. Genau richtig eben. Liebe Frau J. aus J., danke herzlich, haben Sie meinen Rücken wieder hinbekommen!

Ab und zu hinstehen und entschieden Nein sagen: Gar nicht so einfach. Wir bleiben dran, der Kimi, ich und

Ihr Käpt'n Irrsinn

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