Eine Familiengeschichte aus Graubünden
Aktualisiert

Eine Familiengeschichte aus Graubünden

ROMAN – Der Grossvater hat einen Schnauz wie Charlie Chaplin und kann auch den Spazierstock so wirbeln lassen. Alle müssen lachen, auch der Bub. Der wächst bei seinen Grosseltern auf, denn sein Vater hat sich nach einem Jagdunfall das Leben genommen und seine Mutter versinkt in Depressionen. Für den Buben geht das Leben aber weiter in seiner weitläufigen Sippe in einem Dorf in Graubünden. Leo Tuor schildert eine Kindheit in einem abgesteckten Gelände und die anarchistische Geschichte von vier Generationen. Seine knappe und doch reichhaltige Sprache zieht einen sofort in die Geschehnisse hinein und lässt die Bilder intensiv aufleuchten.

(wob)

Leo Tuor «Onna Maria Tumera», Limmat-Verlag, 172 Seiten, 32 Franken.

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