Neuer zu Bayern: Eine Frage des Geldes
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Neuer zu BayernEine Frage des Geldes

Der Wechsel von Schalke-Keeper Manuel Neuer zu den Bayern hängt wohl nur noch von der Höhe der Ablösesumme ab.

von
ete

«Es ist eine Entscheidung gefallen», kam Neuer am Wochenende nach dem Spiel gegen Bremen überraschend aus der Defensive. Er habe Schalke seine «Tendenzen und Überlegungen mitgeteilt» und «von daher sei alles geklärt». Medien interpretieren diese Aussage des 24-Jährigen so, dass sich der Schalker für die Bayern entschieden hat.

Dass die Bayern die Nummer 1 der Deutschen Nationalmannschaft verpflichten wollen, ist bekannt. Da Neuer aber einen laufenden Vertrag bis 2012 bei den «Königsblauen» besitzt, werden die Münchner wohl eine Ablösesumme von geschätzten 20 Millionen Euro überweisen müssen. Oder ein Jahr warten, bis Neuer ablösefrei ist. «Es gibt keine Tendenz. Die Frage ist nur, wie schnell man eine Lösung findet», sagte Bayern-Sportchef Christian Nerlinger dazu gegenüber der «Süddeutschen Zeitung». Will heissen – der Geldpoker ist eröffnet.

Patzer von Neuer

Schalke dementiert (noch)

Trotz einem Wahnsinns-Angebot der Schalker, die ihren Torhüter mit 21 Millionen Euro Gehalt über drei Jahre ködern wollten, scheint sich Neuer entschieden zu haben. Während er mit Schalke vor seinem ersten Pokal-Gewinn(gegen Duisburg) der Karriere steht, spielt Neuer mit den Bayern jedes Jahr um einen Titel. S04-Sportchef Horst Heldt dementiert Neuers Vorstoss (noch). Wohl, um die Schalker Harmonie vor dem Halbfinal gegen Manchester United in der Champions League nicht zu gefährden.

Hass-Tiraden gegen Neuer in München

Ausserdem muss Schalke am 30. April noch in der Liga in München ran. Und die Bayern-Fans hat Neuer schon gegen sich. Im Halbfinal des DfB-Pokals im letzten März wurde Neuers Auftritt von einem Pfeifkonzert begleitet und im Fanblock waren hunderte Anti-Neuer-Plakate mit dem Schriftzug «Koan Neuer» (Kein Neuer) auszumachen. Aber schon als Oliver Kahn 1994 von Karlsruhe zu den Bayern gewechselt war, gab es Proteste. Die Fans wollten ihren Favoriten Raimond Aumann behalten. Nach ein paar Spielen und Paraden von Kahn haben sich die Fans schnell beruhigt.

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