Aktualisiert 26.08.2012 13:54

Darwin über die Ehe«Eine Frau? Immerhin besser als ein Hund»

1838 machte sich Charles Darwin Gedanken über die Vorzüge und Nachteile einer Ehe. Viel übrig hatte er für den Gedanken der ewigen Liebe nicht. Geheiratet hat er trotzdem - ein halbes Jahr später.

von
viw

In Deutschland spart man Steuern, wenn man heiratet, in der Schweiz ist es genau umgekehrt. Was also in dem einen Land für die Ehe spricht, ist im Nachbarland schon eher ein Gegenargument. Doch wie legt man eigentlich fest, ob man heiraten möchte oder es lieber lässt? Entscheidet man aus dem Bauch heraus oder gibt es wirklich Pros und Contras?

Die Frau steht immerhin über dem Hund

Charles Darwin, einer der bekanntesten Naturwissenschaftler aller Zeiten, hat sich 1838 dieselbe Frage gestellt und stichpunktartig seine Gedanken notiert, wie das Online-Portal «Brain Pickings» berichtet. Zum Teil sind Darwins Überlegungen auch heute - rund 200 Jahre später - noch recht zeitgemäss: Geliebt werden, Kinder bekommen und einen konstanten Partner an seiner Seite haben - alles Wünsche und Gedanken, die auch zum heutigen Konzept der Ehe passen.

Das lockere Geplauder der Frauen, ihre musische Ader und der Wunsch, dass jemand da ist, der auf das gemeinsame zu Hause «Acht gibt» - auch das sprach in Darwins Augen für den Bund der Ehe. Es ist anzunehmen, dass diese Sichtweise heute - vor allem bei den Frauen - nicht ganz so gut ankommt. Aber, liebe Leserinnen, kein Grund zur Aufregung! Darwin hat schliesslich noch ein absolutes Totschlagargument, das für die Ehe und damit für den Zusammenschluss mit einer Frau spricht: «Es ist immer noch besser als ein Hund.»

Was spricht heute noch für die Heirat?

Sind Sie bereits mit Darwins Argumenten für die Ehe nicht ganz einverstanden? Dann halten Sie sich fest, was für ihn gegen den Bund der Liebe sprach: In erster Linie bedeutet die Ehe «jede Menge verlorene Zeit». Man(n) kann nicht mehr reisen, so viel er will, er hat weniger Zeit für interessante Gespräche mit klugen Herren, er kann sich weniger seinen Büchern widmen und wird ausserdem dick und faul. Und das mit den Kindern ist irgendwie auch nicht so toll, wenn man bedenkt, dass diese mit Verantwortung, Sorgen und möglicherweise Streit verbunden sind.

Was halten Sie von Darwins Entscheidungsmatrix? Hätten Sie sich bei diesen Argumnten - wie er damals - ein halbes Jahr später für die Ehe entschieden? Ist heiraten heutzutage überhaupt noch angesagt? Verraten Sie uns Ihre Meinung im Talkback!

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