Eine Frau ist oberste Zürcher Katholikin
Aktualisiert

Eine Frau ist oberste Zürcher Katholikin

An der Spitze der Zürcher Katholiken steht zum ersten Mal eine Frau. Das Kirchenparlament, die Synode, wählte Margrit Weber-Keller (Laupen) zu seiner Präsidentin.

Weber war von einer Gruppe von Synodalen aus allen Fraktionen für die Wahl portiert worden. Sie trat am Donnerstag erfolgreich gegen die offiziell von der interfraktionellen Konferenz aufgestellte bisherige Vizepräsidentin Helga Styger-Rieger aus Fehraltorf an.

Weber wurde mit 54 gegen 37 Stimmen zur Synodepräsidentin gewählt. Als Vizepräsidenten wählten die Synodalen Urs Broder, Zürich. Er siegte mit einer Stimme Vorsprung gegen den Urdorfer André Füglister.

Spannend war die Wahl in die kirchliche Exekutive, die Zentralkommission (ZK). Um die neun Sitze bewarben sich zehn Personen. Alle zehn erreichten zwar das absolute Mehr von 46 Stimmen. Mit 50 und damit am wenigsten Stimmen schied jedoch Markus Arnold, bekannt als Präsident der kantonalen CVP, aus.

Für das ZK-Präsidium, das nach dem Rücktritt von René Zihlmann frei wurde, waren drei Kandidaten angetreten. Mit der Nicht-Wahl in die ZK fiel Arnold aus dem Rennen. Nachdem Franz Germann seine Kandidatur zurückgezogen hatte, wählte die Synode mit 63 Stimmen Benno Schnüringer aus Winterthur zum neuen ZK-Präsidenten.

Die ZK setzt sich damit für die kommenden vier Jahre aus fünf Bisherigen und vier Neuen zusammen. Im Amt bestätigt wurden Rolf Bezjak, Franz Germann, Luzius Huber, Fredy M. Isler und Hannes Rathgeb. Neue Mitglieder sind Zeno Cavigelli, Karl Conte, Benno Schnüringer und, als einzige Frau, Ruth Thalmann-Gantner.

(sda)

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