China: Eine Generation in Fesseln
Aktualisiert

ChinaEine Generation in Fesseln

China steht vor einem neuen Problem: Arbeitende Eltern, die kein Geld für die Fremdbetreuung ihrer Kinder haben, lassen sie stundenlang auf der Strasse – angebunden wie Hunde.

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kle
Die Fälle aus Jingdan und den Sweatshops in Jiaxing machen auf einer Problematik aufmerksam: Eine ganze Generation von Kindern wächst angebunden auf.

Die Fälle aus Jingdan und den Sweatshops in Jiaxing machen auf einer Problematik aufmerksam: Eine ganze Generation von Kindern wächst angebunden auf.

Angebunden! Das Bild des kleinen Chen Chuanliu schockierte Anfang Februar die Welt. Der Zweijährige war von seinem Vater – ein Taxichauffeur im chinesischen Jingdan – an einem Baum angekettet worden, während er arbeitete.

Doch der traurige Fall aus Jingdan ist bei weitem nicht der einzige. Ein neues Bild, diesmal in Jiaxing, im Südwesten des Landes, entstanden, zeigt eine ähnliche Situation: Kleine Kinder werden an den Türen der Sweatshops von ihren Eltern mit einem Gummiband angebunden. Weil die schlechtbezahlten Wanderarbeiter kein Geld für eine Krippe haben, lassen sie ihre Kinder bis zu zehn Stunden an der Leine.

Eine ganze Generation wächst so auf

Das neue Bild macht auf eine Problematik aufmerksam, die seit Kurzem in China weit verbreitet ist. Für die Eltern ist dies die einzige Möglichkeit, die sie haben, ihre Kinder zu beschützen. Solange die Kleinen angebunden sind, werden sie nicht entführt oder gestohlen, lautet ihre Begründung.

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