SBB sammelt Daten: Eine halbe Million Schweizer fuhren schwarz
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SBB sammelt DatenEine halbe Million Schweizer fuhren schwarz

Die SBB haben in den letzten zwei Jahren in einer Datenbank rund eine halbe Million Schwarzfahrer erfasst. Das Register wird verwendet, um notorischen Schwarzfahrern happigere Bussen ausstellen zu können.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben in einer Datenbank «gegen 500 000 Schwarzfahrer» registriert, wie ein SBB-Sprecher in der «NZZ am Sonntag» sagt. Die Erfassten waren in den letzten zwei Jahren mindestens ein Mal im Zug, Tram, Bus, Postauto oder einem anderen Verkehrsmittel ohne gültiges Billett kontrolliert worden.

Datenbank ist ein Erfolg

Die SBB verwenden das Register seit Anfang 2006, um gegen notorische Schwarzfahrer vorgehen zu können. Diese müssen höhere Gebühren zahlen und mit einer Strafanzeige rechnen. Seither ist der Anteil der Reisenden ohne gültiges Billett von mehr als 4 auf rund 1,4 Prozent gesunken. Noch immer aber werden jeden Tag 1000 Schwarzfahrer erwischt. Im Schwarzfahrer-Register seien nur Kerndaten Namen und Adressen der Kontrollierten verzeichnet, betonen die Verantwortlichen. Es wurde vom Datenschutz genehmigt.

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