Wirtschaft: Eine halbe Mio Franken für innovative Jungunternehmer
Aktualisiert

WirtschaftEine halbe Mio Franken für innovative Jungunternehmer

Die W.A.-de-Vigier-Stiftung stellte gestern fünf Schweizer Jungunternehmen 500 000 Fr. Startkapital zur Verfügung.

Die Gründer der Start-up-Firmen Advanced Metal Technology (AMT), Epithelix, G & M E-Filter, Joysteer und Nanovis haben allen Grund zur Freude: Die renommierte Stiftung hat ihre Projekte mit je 100 000 Franken bedacht. Zudem beteiligt sie sich mit bis zu zehn Prozent am Aktienkapital der Start-up-Firmen.

Ausgezeichnet wurde u.a. ein neuartiger Werkstoff von Marco Siegrists AMT. Das sogenannte metallische Glas sei fester als Stahl, so elastisch wie Gummi und gleichzeitig so gut zu verarbeiten wie Kunststoff. Das menschliche Ge­webe wiederum, welches die Genfer Biotech-Firma Epithelix im Reagenzglas züchtet, hilft bei der Entwicklung neuer Medikamente. Durch das Verfahren lassen sich Tierversuche massiv reduzieren. Preisträger Linus Rohner von Joysteer seinerseits ermöglicht mit seinem elektronischen Lenksystem schwer behinderten Menschen, selbständig ein Auto zu lenken.

«Bei der Vergabe war die gesellschaftliche Relevanz der Projekte wichtig», betont De-Vigier-Stiftungsrat Beat Graf. «Ebenso wichtig waren aber die Marktchancen und der Tatbeweis, dass die Preisträger unternehmerisch denken können.» Den De-Vigier-Preis gibt es seit 1989. Pro Jahr werden rund 100 Projekte eingereicht.

cw

Deine Meinung