Aktualisiert 11.01.2010 15:02

Bruno Risi

«Eine Handvoll Schwein gehabt»

Bruno Risi hat seinen 60. Sixdays-Sieg seiner Karriere geschafft. Er gewann mit Partner Franco Marvulli das 53. Zürcher Sechstagerennen. Die gestrige Ehrung war für den Urner aber emotionaler als der heutige Sieg.

von
Herbie Egli

Bruno Risi wollte gewinnen und tat es auch. Der Urner liess in der letzten Nacht, also eigentlich Nachmittag, nichts mehr anbrennen und verlässt den Zürcher «Wädlitempel» als Bahnkönig. Nach seiner letzten Runde auf dem zweihundert Meter langen Holzoval liess er sich von Fans und Bahnfahrerkollegen feiern.

«In Zürich zu gewinnen ist das Schönste»

Bei der offiziellen Siegerehrung stand Bruno Risi nicht nur mit Partner Franco Marvulli zuoberst auf dem Podest. Seine drei Kinder in Weltmeistertrikots waren ebenfalls dabei. Danach verriet der 41-jährige Urner im Interview mit 20 Minuten Online, dass der Sieg aber nicht der emotionalste Moment der letzten sechs Tage war: «Heute, beim letzten Start in Zürich zu gewinnen, ist sicher das Schönste. Nach der gestrigen Ehrung waren aber mehr Emotionen vorhanden.»

So wie es im Moment aussieht, wird der Bahnkönig sicher noch drei, eventuell vier Rennen in dieser Saison bestreiten. Danach ist dann definitiv Schluss. Dann soll auch seine spezielle «Vokuhila»-Frisur fallen. Von den Gerüchten, dass seine Fans ihm die Haare abschneiden wollen, hat Risi auch schon gehört. Es kann aber auch sein, dass es gar nicht so weit kommt. «Die Fans haben mir angekündigt, nach dem letzten Rennen an die Haare zu wollen. Vielleicht komme ich ihnen aber zuvor und trete schon mit einer Glatze an», so Risi.

«Eine Handvoll Schwein»

Einen sehr grossen Anteil an Risis Sieg hatte natürlich sein Partner Franco Marvulli. Bei der letzten Américaine ist der Lokalmatador sogar mit «Doping» angetreten. Mit legalem versteht sich natürlich. «Ich habe vor dem Start von einem ganz speziellen Menschen ein Säckchen bekommen. 'Eine Handvoll Schwein' steht darauf und darin waren zehn Plastiksäuli», erzählt Marvulli. «Ich habe es hinten in die Hose getan und bin so den Final gefahren. Es ging alles auf.»

Wegen Risis Rücktritt muss sich Franco Marvulli Ende Saison nach einem neuen Partner umsehen. Einen fixen Partner hat er noch nicht gefunden, er könnte sich aber vorstellen, mit einem weiteren Schweizer über die Holzbahnen zu donnern: «Alexander Aeschbach zeigte in Zürich, wie gut er ist. Es ist aber noch alles offen», betonte Marvulli.

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