Aktualisiert 08.12.2011 13:32

Alex geht in die Luft

Eine himmlische Komödie

Er wollte doch nur spielen. Doch der Vorfall, bei dem Schauspieler Alec Baldwin aus dem Flugzeug gewiesen wurde, mutiert zu einer grotesken «Staatsaffäre».

von
kis

Alec Baldwin ist frustriert und will dies am liebsten der ganzen Welt mitteilen: «Mein letzter Flug mit American Airlines. Wo pensionierte, katholische Sportlehrerinnen aus den Fünfzigerjahren einen Job bekommen», lästert der «30 Rock»-Darsteller via Twitter.

Doch der Reihe nach: Erst gestern wurde bekannt, dass der Schauspieler eines Fluges der American Airlines verwiesen wurde. Angeblich wollte er partout sein Videospiel nicht ausschalten, weshalb die Maschine der American Airlines ohne ihn startete.

«Der Passagier war extrem unhöflich»

Nachdem sich Baldwin via Twitter Luft gemacht hat, meldet sich nun auch American Airlines zu Wort: «Der Passagier war extrem unhöflich und wurde verbal ausfällig», so die Pressestelle der Fluglinie.

Baldwins Schilderung des Vorfalls klingt derweil so: «Ich wurde von der Stewardess im unfreundlichsten Tonfall angesprochen. Diese Frau wollte anscheinend ein Exempel statuieren und hatte am Ende die Oberhand.»

Die Anschläge vom 11. September sind schuld

Noch kurioser ist Baldwins Erklärung, weshalb es zum Zwischenfall kam: «Der 11. September 2001 war ein furchtbarer Tag für die Fluggesellschafts-Industrie. Im Nachhinein habe ich allerdings das Gefühl, dass Fluglinien dies als Entschuldigung nehmen, um Flugreisen so unelegant wie möglich zu machen», schreibt er in einem eigens verfassten Artikel in der «Huffington Post».

Nachdem der Schauspieler den ganzen Vorfall herablassend als «Greyhound-Bus-Erfahrung» betitelt hatte, lässt sich natürlich auch die Pressestelle des Busunternehmens nicht lange bitten: «Wir wissen nicht, ob er jemals mit einem unserer Busse gefahren ist. Wir transportieren 17.6 Millionen Menschen jährlich und wir sind sicher, dass sie seine Meinung nicht teilen», so ein Sprecher gegenüber «TMZ.com».

Aus der Mücke im Jumbojet wird ein medialer Elefant

Kurz zur Erinnerung: Der Mann musste lediglich eine Maschine später fliegen, weil er ein Scrabblegame auf seinem Handy spielte. Einen Tag später sind die Presseabteilungen einer Airline und eines Busunternehmens, die Terroranschläge vom 11. September und die Medien weltweit in den Vorfall verwickelt. Wir warten gespannt auf weitere Details zur Akte Baldwin – der vermutlich weitreichendsten Lappalie des Jahres.

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