18.11.2020 21:08

Superspreader-Anlass in den USAEine Hochzeit, 7 Corona-Tote und 178 Infizierte

Aus einer Hochzeit in einer kleinen Stadt im US-Bundesstaat Maine ist ein Superspreader-Event geworden. Besonders brisant: Personen, die schwere Corona-Infektionen hatten, waren selber nicht einmal an der Hochzeit.

von
Katja Fässler
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Die Superspreader-Hochzeit fand am 7. August im Big Moose Inn in Millinocket, Maine, statt. 

Die Superspreader-Hochzeit fand am 7. August im Big Moose Inn in Millinocket, Maine, statt.

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50 Gäste waren anwesend, 30 davon wurden später positiv auf Corona getestet. 

50 Gäste waren anwesend, 30 davon wurden später positiv auf Corona getestet.

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Personen, die dutzende Kilometer weit entfernt leben, wurden nach dem Kontakt mit Teilnehmern der Hochzeit ebenfalls infiziert. 

Personen, die dutzende Kilometer weit entfernt leben, wurden nach dem Kontakt mit Teilnehmern der Hochzeit ebenfalls infiziert.

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Darum gehts

  • Nach einer Hochzeit in Maine waren 30 Gäste mit dem Coronavirus infiziert.

  • Die Hochzeit fand am 7. August statt.

  • Das Virus verbreitete sich danach schnell.

  • Mittlerweile sind 178 Infektionen und sieben Todesfälle auf den Anlass zurückzuführen.

Die Geschichte von der Hochzeit, die in der Stadt Millinocket im US-Bundesstaat Maine stattgefunden hat, kursiert schon länger in den Medien. Schnell wurde festgestellt, dass nach dem Anlass, der am 7. August stattgefunden hat, mehrere Hochzeitsgäste mit dem Coronavirus infiziert waren. Nun wurde aber das gesamte Ausmass des Anlasses bekannt.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC berichtete, dass der Hochzeitsempfang in einer kleinen Stadt zu drei verschiedenen Corona-Infektionsherden geführt hat. Insgesamt wurden 178 Menschen infiziert, sieben mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden und sieben starben infolge der Erkrankung. Der Hochzeitsempfang umfasste 55 geladene Gäste.

Keiner von den schwer Erkrankten oder den Verstorbenen war selbst an dem Anlass anwesend, einige leben rund 160 Kilometer weit entfernt. Zwar wurde in dem CDC-Bericht nicht erwähnt, wo die besagte Hochzeit stattfand, doch amerikanische Medien, darunter auch «CNN», ziehen hier klare Schlüsse. Denn die Hochzeit in Millinocket hatte bereits landesweit Schlagzeilen gemacht.

«Dieser Bericht soll eine Warnung sein»

Die Gäste seien eng beieinander gesessen und hätten keine Masken getragen. 30 Personen davon wurden später positiv auf Corona getestet. Danach vergrösserte sich die Infektionskette. In einer Stadt etwa, in der es zuvor keine Corona-Fälle gab, wurden 27 Personen positiv getestet, die Kontakt zu den infizierten Hochzeitsgästen hatten.

«Dieser Bericht soll eine Warnung sein für die Menschen, die überlegen, wie sie die Weihnachtsferien feiern wollen. Das Zentrum dieses Superspreader-Events liegt in einem ländlichen Gebiet, in denen es zuvor fast keine Hinweise auf Covid-19 gab», sagte Robert Long, Kommunikationsdirektor für Maines Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention.

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