Game: «Devil May Cry 4»: Eine höllisch göttliche Komödie
Aktualisiert

Game: «Devil May Cry 4»Eine höllisch göttliche Komödie

Dante und Konsorten sind zurück:
Bewaffnet mit Klinge, Knarre und coolen Frisuren rücken
sie erneut Dämonen auf den Pelz. Stylish wie nie zuvor.

Auf Spieler von Capcoms neustem Streich «Devil May Cry 4» (DMC 4) wartet für einmal nicht Dante als spielbare Hauptfigur, sondern der neue Charakter Nero. Kein Grund zum Verzweifeln: Gleich zu Beginn stellt der Originalheld in einer mehrminütigen Filmsequenz klar, wer der wahre Hirsch, sprich: Dämonenjäger, auf dem Platz ist.

Danach gehts jedoch als Nero auf die Jagd: Nicht jagt er Dante, um ihn als vermeintlichen Mörder festzunageln, in gewohnter Hack'n'Slay-Manier schickt er auch reihenweise teuflisches Gesindel zurück in die Hölle.

Neros starke Ähnlichkeiten mit dem Ur-Helden – schnittige Frisur, coole Sprüche und die abgebrühte Haltung Gefahren gegenüber – lassen bald vergessen, dass nicht Dante die Klinge führt. Neu dürfen Feinde zudem stilvoll mit Neros Devil-Bringer-Arm atomisiert werden, wobei die Comboangriffe bewertet werden: Von «deadly» kann sich der Spieler bis auf «ssstylish» hochschnipseln. Ein einfaches Upgradesystem lässt den Helden zudem an Kraft und Agilität gewinnen.

Nicht ideal gelöst wurde die Kameraführung. Auch ist nicht immer restlos klar, welche Aufgaben eigentlich zu erledigen sind. Spass machen indes die versteckten

Mini-Missionen, in denen es zum Beispiel eine Reihe Feinde in einer vorgegebenen Zeit zu erledigen gilt. Alles in allem wartet mit «DMC 4» ein höllisch scharfes Gothic-Spektakel auf alle, die Dante's Inferno lieber als Pixelabenteuer erleben.

Jan Graber

«Devil May Cry 4» für PS3, Xbox 360, PC; Capcom, ABC.

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