U-Boot-Abwehr: «Eine klare Botschaft der Abschreckung»
Aktualisiert

U-Boot-Abwehr«Eine klare Botschaft der Abschreckung»

Die Streitkräfte der USA und Südkoreas wollen in der kommenden Woche ein weiteres Seemanöver beginnen. Ein Fingerzeig an Nordkorea.

Die Übungen zur U-Boot-Abwehr waren bereits für Anfang September geplant, wurden jedoch wegen eines heraufziehenden Taifuns verschoben. Nun finden sie von Montag bis Freitag vor der Westküste Südkoreas statt, wie die US-Streitkräfte in Korea (USFK) am Freitag mitteilten.

Es sind die zweiten Übungen in einer Serie von geplanten gemeinsamen Manövern, die beide Bündnispartner als Reaktion auf den Untergang der Korvette «Cheonan» angekündigt hatten.

Bei dem Vorfall im März nahe der innerkoreanischen Seegrenze im Gelben Meer wurden 46 Seeleute getötet. Beide Länder machen das kommunistische Nordkorea dafür verantwortlich. Das Schiff wurde nach Angaben von Ermittlern bei einem Torpedo-Angriff durch ein nordkoreanisches U-Boot versenkt. Nordkorea weist jedoch jede Schuldzuweisung von sich.

Das neue Seemanöver ist kleiner als die gemeinsame Grossübung Ende Juli im Japanischen Meer. In den nordkoreanischen Staatsmedien wurden die neuen Übungen - wie üblich bei Manövern der USA mit Südkorea - als Vorbereitung auf einen Angriff kritisiert.

Nach Angaben der USFK nehmen diesmal mindestens neun Schiffe beider Länder daran teil, darunter zwei Zerstörer und ein Jagd-U-Boot der US-Kriegsmarine. China hatte wiederholt das Vorhaben der beiden Länder kritisiert, auch im Gelben Meer gemeinsame Manöver zu veranstalten.

(sda)

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