Aktualisiert 21.05.2020 13:46

Videosimulation

Eine Maske im ÖV macht deutlichen Unterschied

Eine Maskenpflicht für Bus, Bahn und Tram gibt es derzeit nicht, wird aber heiss diskutiert. Gemäss einer 3-D-Simulation wäre eine solche äusserst sinnvoll.

von
Fee Anabelle Riebeling

Darum gehts

  • Über das Für und Wider einer Maskenpflicht im ÖV wird diskutiert.
  • Eine 3-D-Simulation gibt den Befürwortern ein wichtiges Argument an die Hand.
  • Demnach ist bei einem ohne Maske geführten Gespräch die Zahl der virenbelasteten Tröpfchen, denen ein Gesprächspartner ausgesetzt ist, um ein 70-faches höher als in einer vergleichbaren Situation, in der der Sprecher eine Maske trägt.

Die Meinungen zu Masken im ÖV gehen weit auseinander – ein Teil der Bevölkerung lehnt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ab, die Mehrheit spricht sich gemäss Tamedia-Umfrage für eine Maskenpflicht in Bus, Bahn und Tram aus.

Und die SBB? Diese Rät genau wie Postauto zu zwei Metern Abstand. Erst wenn dieser nicht eingehalten werden kann, sollen Pendler eine Maske aufsetzen. Aktuell prüft sie zudem, eine Maskenpflicht für einzelne Waggons. Das Zugpersonal fordert seinerseits ein Obligatorium für Pendler.

So trägst du Masken richtig

Beim Tragen von Masken gibt es einiges zu beachten – was das ist, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO zusammengestellt:

- Reinige deine Hände vor dem Aufsetzen der Maske mit einer alkoholischen Lösung oder mit Wasser und Seife.

- Achte darauf, dass zwischen Gesicht und Maske keine Lücken vorhanden sind.

- Vermeide es, die Maske während des Gebrauchs zu berühren. Sollte es doch einmal passieren, reinige deine Hände.

- Sobald die Maske durchgefeuchtet ist, ersetze sie. Das ist etwa nach zwei bis drei Stunden der Fall.

- Die Maske sollte stets von hinten abgenommen werden. An der Vorderseite könnten sich abgefangenen Erreger angesammelt haben.

- Nach Gebrauch sollte die Maske sofort in einem geschlossenen Behälter entsorgt werden.

- Anschliessend solltest du dir noch einmal die Hände reinigen.

Infektiöse Tröpfchen

Eine animierte 3-D-Simulation der Firma MSC Software verdeutlicht nun, welchen Unterschied das Tragen einer Maske im ÖV macht (siehe Video oben). Es zeigt, wie schnell und grossflächig sich virenbelastete Partikel sich in einem Waggon verteilen können – bei jemandem, der Maske trägt, und bei jemandem, der darauf verzichtet.

Das Ergebnis: «Bei einem ohne Maske geführten Gespräch liegt die Zahl der virenbelasteten Tröpfchen, denen ein Gesprächspartner ausgesetzt ist, um ein 70-faches höher als in einer vergleichbaren Situation, in der der Sprecher eine Maske trägt», heisst es in der Mitteilung.

Auch Mediziner wie Heike Bischoff-Ferrari, Direktorin der Klinik für Geriatrie am Universitätsspital Zürich und Chefärztin der Universitären Klinik für Akutgeriatrie im Stadtspital Waid und Triemli, halten das Tragen von Masken im ÖV für sinnvoll: «Die Viren können von einem anderen Menschen eingeatmet beziehungsweise direkt über die Schleimhäute aufgenommen werden.» Zudem sei es ein wertvolles Zeichen der Solidarität – schliesslich schütze man damit andere und auch sich selbst.

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233 Kommentare

Berty

21.05.2020, 13:55

Jedem vernünftigen Menschen mit einem einem Minimum an logischem Denken, sollte es eigentlich einleuchten das im ÖV eine Maskenpflicht eine Risikominimierung bedeuten würde. Warum diskutiert man immer noch darüber anstatt endlich zu handeln?

antihysterie

21.05.2020, 14:04

Hört doch auf mit dieser miesen manipulier Medien Politik, es hat trotz KEINER Maskenpflicht auf. 85000000 Bewohner nur 36 neu infizierte. Wenn die Mehrheit der ÖV Nutzer so eine unnütze Maske wollen, dann sollen diejenigen eine völlig gesundheitsschädigende Maske anziehen und gut ist......

Christoph

21.05.2020, 13:52

So Mme Moret. Sie und an alle die sich über Frau Martullo lustig gemacht haben. Und sie aus dem Saal geworfen haben.