Aktualisiert 12.05.2012 12:41

Geld für den SüdenEine Milliarde Euro für Arme in Italien

Die Regierung von Mario Monti will die Folgen der anhaltenden Wirtschaftskrise in Italien bekämpfen. Sie stellt dafür eine Milliarde Euro bereit. Das Geld soll in erster Linie an Familien im Süden gehen.

Will den armen Italienern mit einer Milliarde Euro helfen: Italiens Ministerpräsident Mario Monti.

Will den armen Italienern mit einer Milliarde Euro helfen: Italiens Ministerpräsident Mario Monti.

Zur Eindämmung der Auswirkungen der Wirtschaftskrise hat die italienische Regierung am Freitag ein Massnahmenpaket in Höhe von einer Milliarde Euro verabschiedet, um einkommensschwache Familien zu unterstützen. Das Kabinett Monti will vor allem Finanzierungen für Süditalien locker machen.

«Wir stellen soziale Gerechtigkeit in den Vordergrund. In unserem Plan widmen wir bestimmten Regionen Süditaliens besondere Aufmerksamkeit, in denen das Problem der sozialen Ausgrenzung besonders akut ist», sagte Monti dazu.

Über acht Millionen Arme

Vor allem Kinder und ältere Menschen sollen von den Massnahmen profitieren. Zugleich will sich das Kabinett für neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche bemühen, teilte die Regierung mit.

Über acht Millionen Italiener leben in Armut, teilte das italienische Statistikamt Istat mit. Das sind 14 Prozent der Bevölkerung. Mindestens 3,1 Millionen Italiener, 4,6 Prozent der Familien leben in starker Not. 23 Prozent der armen Familien leben in Süditalien.

Laut Istat ist die Arbeitslosigkeit in Süditalien im vierten Quartal 2011 auf 14,9 Prozent gewachsen, in Norditalien beträgt sie 6,7 Prozent. Auf nationaler Ebene ist die Arbeitslosigkeit auf 9,6 Prozent gestiegen. (sda)

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