Bedroht: Eine Milliarde Frösche in den Kochtöpfen
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BedrohtEine Milliarde Frösche in den Kochtöpfen

Nicht nur die Franzosen schätzen Froschschenkel. Weltweit landen pro Jahr bis zu einer Milliarde Frösche in den Kochtöpfen. Der Hunger auf Froschschenkel treibe die Amphibien an den Rand des Aussterbens, warnen Forscher.

Froschschenkel seien längst nicht nur eine französische Delikatesse, sagte Corey Bradshaw von der Adelaide-Universität in Australien am Mittwoch. Sie stünden auf dem Menu von europäischen Schulmensen, würden auf Märkten in Asien angeboten und in feinen Restaurant überall auf der Welt gegessen.

Die Studie ergab einen alarmierenden Anstieg des weltweiten Froschschenkelkonsums in den letzten 20 Jahren, wie Bradshaw sagte. Die Forscher gehen davon aus, dass mindestens 200 Millionen und bis zu über einer Milliarde Frösche pro Jahr verspeist werden. Grösster Exporteur ist demnach Indonesien.

«In den meisten Teilen der Welt ist die Lage der Frösche schon prekär», sagte Bradshaw. Hauptproblem sei die Reduzierung ihres Lebensraums. «Und wir essen bis zu einer Milliarde Frösche im Jahr- das hilft auch nicht gerade.»

Frösche spielten aber eine entscheidende Rolle in allen Ökosystemen, unter anderem als Insektenvertilger. Bradshaw schlug vor, mehr Frösche zum Verzehr wie Fische in Farmen zu ziehen.

(sda)

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