Aktualisiert 24.05.2007 15:42

Eine Million Dollar Busse für Österreich

Das Internationale Olympische Komitee IOC hat Österreichs NOK im Zusammenhang mit dem Skandal um die Langläufer und Biathleten an den Olympischen Spielen in Turin mit einer Million Dollar gebüsst.

Ausserdem müssen die Österreicher bis Ende Juni 2008 dem IOC Bericht über die Aufarbeitung der Angelegenheit und die gezogegen personellen Konsequenzen Bericht erstatten. Die Dossiers des IOC werden dem internationalen Skiverband und der internationalen Biathlon-Union weitergeleitet, die allenfalls weitere Sanktioonen ergreifen können.

Im April hatte das IOC - zum ersten Mal ohne positiven Test - die Langläufer Martin Tauber, Jürgen Pinter, Johannes Eder und Roland Diethard sowie die Biathleten Wolfgang Perner und Wolfgang Rottmann mit lebenslänglichen Sperren belegt. Die vier Langläufer legten beim CAS in Lausanne Rekurs ein, die beiden Biathleten sind mittlerweile zurückgetreten.

Streit zwischen ÖOC und ÖSV

In Österreich ist es unterdessen zwischem dem Olympischen Komitee (ÖOC) und dem Skiverband (ÖSV) ein Streit entbrannt. Dem ÖOC entgeht in den kommenden vier bis fünf Jahren insgesamt eine Million US-Dollar an direkten und indirekten Fördermitteln durch das IOC. Die ÖOC-Führung macht dafür den Skiverband und dessen «schwerwiegendes Fehlverhalten» in der Aufarbeitung des Skandals von Turin verantwortlich und will sich das Geld vom ÖSV zurückholen. Der Skiverband wies die Forderungen auf das Entschiedenste zurück und erklärte, dass die in die Affäre verwickelten Athleten vom ÖOC akkreditiert worden waren.

«Eine Akkreditierung ist kein Freibrief», entgegnete ÖOC- Generalsekretär Heinz Jungwirth. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, der bis zuletzt als Vizepräsident auch im ÖOC tätig gewesen ist, trat von seinen Funktion im Olympia-Verband bis zum Abschluss der Untersuchungen in den Ausstand.

(si)

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