Leistungsvertrag unterzeichnet: Eine Million für die Grosse Halle der Reitschule
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Leistungsvertrag unterzeichnetEine Million für die Grosse Halle der Reitschule

Der Betrieb der Grossen Halle ist bis 2019 gesichert. Die Stadt Bern unterstützt den Kulturbetrieb mit jährlich 250'000 Franken.

von
cho
Der Stadtrat unterzeichnet den Leistungsvertrag mit der Grossen Halle der Reitschule und sichert den Betrieb bis 2019.

Der Stadtrat unterzeichnet den Leistungsvertrag mit der Grossen Halle der Reitschule und sichert den Betrieb bis 2019.

Keystone/Lukas Lehmann

Die Stadt Bern unterstützt den Betrieb in der Grossen Halle der Reitschule bis 2019 mit jährlich einer Viertelmillion Franken. Der Stadtrat hat den Leistungsvertrag am Donnerstag mit 53 zu 16 Stimmen gutgeheissen.

Eine Reitschul-Grundsatzdebatte blieb für einmal aus, denn es ging nicht um die Interessengemeinschaft Kulturraum Reitschule (IKuR). Dieser Leistungsvertrag ist nach den jüngsten Ausschreitungen bekanntlich auf Eis gelegt worden.

Die Grosse Halle der Reitschule gehört ebenfalls zum Gebäudekomplex. Der Trägerverein ist aber nicht IKuR-Mitglied. Er organisiert Konzerte, Partys, kulturelle Veranstaltungen auch von Konzert Theater Bern sowie den grössten Flohmarkt der Stadt.

Nicht für Krawalle büssen

Die Ratsmehrheit war der Meinung, die Betreiber der Grossen Halle dürften nicht für die Probleme mit der IKuR und gewalttätigen Reitschul-Besuchern bestraft werden. Gegen den Willen von SVP- und FDP-Stadträten billigte das Parlament den Leistungsvertrag mit einem Verpflichtungskredit von 960'000 Franken für vier Jahre.

Bernhard Eicher (FDP) und auch Erich Hess (SVP) warfen dem Gemeinderat vor, er habe grossmundig die Suspendierung der Reitschul-Leistungsverträge angekündigt und nehme nun die Grosse Halle davon aus. Dabei sei alles «eine Institution, ein Pack und Gesindel», sagte Hess.

Stadtpräsident Alexander Tschäppät übte scharfe Kritik an dieser Wortwahl und betonte, die Betreiber der Grossen Halle leisteten wertvolle Arbeit unter schwierigen Bedingungen. Im übrigen ziele der Vorwurf von Hess und Eicher ins Leere, er habe immer nur von der Suspendierung des Vertrags mit der IKuR gesprochen. (cho/sda)

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