Aktualisiert 22.05.2020 20:18

Lauberhorn-Zoff

«Eine Million ist nicht stemmbar»

Im Knatsch um die Rennen am Lauberhorn wehrt sich Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann gegen «überstiegene Forderungen» und bezeichnet den Anlass als «mangelhaft vermarktet».

von
Moritz Marthaler

Der Zoff um die Lauberhorn-Rennen hat die Schweizer Ski-Szene über die Auffahrtstage aufgewühlt. Nach dem heftig kritisierten Entscheid, die Rennen vorderhand aus dem Kalender zu nehmen, hat Swiss-Ski-Chef Urs Lehmann Stellung zur Eskalation genommen. «Das Hauptproblem liegt nicht bei Swiss-Ski. In den letzten fünf Jahren waren drei von fünf Austragungen defizitär», sagt Lehmann. Er präsentiert einen Lösungsvorschlag in drei Schritten: «Wir sehen in einem ersten Schritt, dass die Vermarktung der Lauberhorn-Rennen optimiert werden muss. Der zweite Schritt ist die Unterstützung durch die öffentliche Hand.»

Lehmann pocht auf eine Defizitgarantie

Sobald die Vermarktung verbessert ist und die Defizitgarantie besteht, sei Swiss-Ski bereit, in Ausnahmesituationen auszuhelfen. Bei einem Rennausfall würde der Verband den Organisatoren unter die Arme greifen. Aber Lehmann verortet die finanziellen Möglichkeiten des Verbands: 100 000 Franken könne man stemmen, «aber nicht eine Million, wie das gerichtlich von uns eingefordert wird.»

Nächsten Donnerstag könnten die nächsten Schritt beschlossen werden, an einer gemeinsamen, grossen Sitzung. Teilnehmer: Lehmann, OK-Chef Urs Näpflin, Sportministerin Viola Amherd sowie Vertreter des Kantons Bern und Baspo-Chef Matthias Remund. Die Rennen am Lauberhorn sind für 2021, sie bleiben in der Schweizer Sportwelt definitiv die affaire à suivre.

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21 Kommentare
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Chris

22.05.2020, 21:12

Die öffentliche Hand. Wisst ihr, die ist ein Quell, ein Brunnen, der nur so plätschert. Meine Lieben, die öffentliche Hand ist meine und Deine - jährlich dem Krösus Abertausende in den Rachen stopfend. Soll denn wirklich alles, was zwischenzeitlich vielleicht mal kurz nicht rentiert, von der Allgemeinheit bezahlt werden? Nur weil die ach so Armen dieses Jahr keine Millionen verdient haben?

Lehmann Lehmann

23.05.2020, 03:16

Eine Million ist nicht zu stemmen? Und ihr Lohn Herr Lehmann. Ich wette dieser ist auch nicht zu stemmen. Nur weil Sie ausser einer Abfahrt nie etwas gewonnen haben, müssen Sie nicht das traditionelle Rennen und alles darum kaputt machen...

Chris

22.05.2020, 21:00

Leseraugen meine - vielleicht auch Deine - würde es erfreuen, hier Texte zu lesen, welche hie und da doch vielleicht noch eines Lektorates Stand halten würden. Sorry, aber was hier geschreibselt wird, geht gar nicht! Shame on you! Was sollen unsere Kinder hier lernen?