Zentrale Wohnlage – Eine Minute weniger pendeln macht das Eigenheim 21'000 Franken teurer
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Zentrale WohnlageEine Minute weniger pendeln macht das Eigenheim 21'000 Franken teurer

Immobilienpreise explodieren. Einfamilienhäuser in der Nähe von Zentren sind besonders teuer: Umso kürzer der Pendelweg, umso höher der Preis.

von
Barbara Scherer
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Wer wenig pendeln will, muss tief ins Portemonnaie greifen.

Wer wenig pendeln will, muss tief ins Portemonnaie greifen.

20min/Taddeo Cerletti
Denn umso näher ein Haus bei einem Zentrum liegt, umso teurer ist es.

Denn umso näher ein Haus bei einem Zentrum liegt, umso teurer ist es.

20min/Simon Glauser
Ein um eine Minute kürzerer Pendelweg verteuert ein Einfamilienhaus in der Region Zürich um 21'000 Franken.

Ein um eine Minute kürzerer Pendelweg verteuert ein Einfamilienhaus in der Region Zürich um 21'000 Franken.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

Immobilienpreise bewegen sich zurzeit auf einem Rekordhoch: In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 sind die Preise für Häuser um über sechs Prozent gestiegen. Trotzdem gibt es noch Einfamilienhäuser für weniger als eine halbe Million Franken – aber nur auf dem Land.

Trotz Homeoffice und Homeshopping bevorzugen Schweizerinnen und Schweizer Wohneigentum an zentralen Lagen. Doch das hat seinen Preis: Ein um eine Minute kürzerer Pendelweg verteuert ein Einfamilienhaus in der Region Zürich um 21'000 Franken, wie die Raiffeisen in einer Medienmitteilung schreibt.

Bei einer Eigentumswohnung steigt der Preis in der Region Zürich pro Minute ins Zentrum um 15’500 Franken. «Zürich hat das höchste Preisniveau der Schweiz», sagt Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, zu 20 Minuten.

Aber auch rund um andere Grossstädte wie Bern, Basel und Genf steigt der Preis fürs Eigenheim rasch an: «Pro Kilometer zum Zentrum steigt der Hauspreis zwischen 5000 bis 8000 Franken», so Neff. Dabei entspricht ein Kilometer einer Minute, bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde.

Es wird immer dichter gebaut

Grund für die hohen Preise ist das knappe Angebot. Denn es fehlt an Bauland in den Städten. Darum wird in und rund um die Städte immer dichter gebaut. So waren im Jahr 2000 noch 43 Prozent der Neubauten Einfamilienhäuser, 2020 waren es hingegen nur noch knapp elf Prozent.

Stattdessen werden laut Raiffeisen immer mehr platzsparende Etagenwohnungen in grösseren und höheren Mehrfamilienhäusern gebaut. Während 2005 pro Mehrfamilienhaus durchschnittlich 5,7 Wohnungen erstellt wurden, waren es 2019 schon 7,5.

Darum gibt es wenig Bauland:

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