Ralph Schelling - «Eine Pasta muss nicht molekular sein, explodieren oder rauchen»
Spitzenkoch Ralph Schelling begleitet den FanTrip ins Piemont.

Spitzenkoch Ralph Schelling begleitet den FanTrip ins Piemont.

Instagram Ralph Schelling
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Spitzenkoch Ralph Schelling«Eine Pasta muss nicht molekular sein, explodieren oder rauchen»

Der erste 20 Minuten FanTrip führt ins Piemont, die Foodie-Region Italiens. Begleitet wird die Reise vom jungen Spitzenkoch Ralph Schelling.

von
Martin Hoch

Ralph, du hast dein Handwerk bei verschiedenen Spitzenköchen erlernt – wie würdest du deine eigene Küche definieren? Ich koche, was ich selber gerne verspeise. Es ist weniger die Art des Kochens, die ich von meiner Tätigkeit in Gourmetrestaurants kenne. Es ist eine unkomplizierte Küche, die in erster Linie richtig schmackhaft daherkommt.

Heisst weg von der Pinzette, hin zu gutem Geschmack auf dem Teller? Ja, denn entscheidend ist nicht der ganze Schnickschnack. Ich koche nicht für Gastrokritiker. Die einfache Küche hochwertig auf den Teller zu kriegen, ist aber genauso eine Kunst. Das Resultat sind ehrliche Gerichte.

Über Ralph Schelling

Starkoch Ralph Schelling verwöhnt seine Klientele auf Privatinseln, Yachten oder in Villen – seine Kundschaft sind Stars und Wirtschaftsgrössen. Sein Handwerk erlernte er bei Andreas Caminada, bei Ferran Adrià in Spanien, bei Heston Blumenthal in England und Seiji Yamamoto in Tokio.

Heute kocht er auf Augenhöhe mit ihnen und trifft mit seiner Kulinarik den Nerv der Zeit. Wenn er nicht am Kochen oder am Austüfteln von neuen Rezepten ist, unternimmt er Reisen in die USA, nach Asien oder Europa und holt sich unterwegs neue Inspiration aus lokalen Restaurantküchen.

Du fühlst dich in den verschiedensten Küchen zuhause – von der japanischen bis zur spanischen. Welchen Bezug hast du zur italienischen Küche? Ich liebe die italienische Küche. Auch weil sie meiner Philosophie entspricht. In Italien kann man beinahe überall gut essen. Obwohl wir Schweizer uns gerne nach Sternen und Hauben orientieren; hier muss man kein Gourmetrestaurant besuchen, sondern die bodenständigen Osterias und Trattorias mit authentischer Küche. Eine Pasta muss nicht molekular sein, explodieren oder rauchen. Sie muss so sein, wie sie eben ist.

Mit Trüffelhunden suchen wir die edlen Knollen.

Mit Trüffelhunden suchen wir die edlen Knollen.

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Auf unserem FanTrip werden wir das Piemont besuchen. Was zeichnet die Küche des Piemonts aus? Sie ist grossartig. Speziell im Herbst während der Trüffelsaison. Es ist ein Erlebnis, einmal hautnah zu erleben, wie eine solche Trüffeljagd mit Hunden abläuft. Schön ist auch, dass man hier im Norden Italiens die Kultur der Pasta Fresca zelebriert – frische, nicht getrocknete Pasta. Generell ist das Essen im Piemont deftiger als im Süden, gerne werden Käse, Nüsse, Pilze und Ragout verwertet.

Sei dabei beim FanTrip ins Piemont

Besuche mit uns gemeinsam eine der feinsten Trattorias von Mailand und streife mit Trüffelhunden durch die Wälder des Piemonts. Das und mehr erwartet dich auf unserem ersten 20 Minuten FanTrip vom 4. – 7. November 2021.

Für eine professionelle Umsetzung haben wir uns mit dem spezialisierten Reiseveranstalter Background Tours zusammengetan. Die Plätze sind limitiert – 20 Leserinnen und Leser können die Reise bei Background Tours für Fr. 1980.- buchen.

Wir werden einen Zwischenstopp in Mailand einlegen und die Trattoria Trippa besuchen. Weshalb genau diese Trattoria? Diego Rossi, der Chefkoch, ist ein guter Freund und verkörpert, was ich schätze. Er hat das Talent, die traditionellen Gerichte wahnsinnig köstlich zuzubereiten. Diego schafft es gar, dass Kutteln, auf die ich mich normalerweise nicht stürze, richtig lecker sind. Trippa ist das italienische Wort für Kutteln und Rossis frittierte Kutteln, die er als Snack serviert, sind schlicht fantastisch. Die Trattoria Trippa ist eines meiner Lieblingsrestaurants, das inzwischen unglaublich beliebt ist und ohne Voranmeldung weit im Voraus erhält man kaum je einen Platz.

Im Piemont übernachten wir mitten in den Rebbergen.

Im Piemont übernachten wir mitten in den Rebbergen.

Hotel Barolo

Was wird für dich das Highlight des FanTrips werden? Ich freue mich, zusammen mit der an Food interessierten Gruppe unterwegs zu sein. Gemeinsam Orte, die ich kenne, aufzusuchen – beispielsweise in einer Pasticceria Süsses naschen und leckere Cappuccinos schlürfen. Wir werden die versteckten Ecken aufsuchen und nicht die Orte, die man in jedem Reiseführer findet.

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