Neu im Kino: «Monster»: Eine Prostituierte rechnet ab
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Neu im Kino: «Monster»Eine Prostituierte rechnet ab

Eine wahre Geschichte: Die Prostituierte Aileen Wuornos brachte sieben Freier um und landete im Jahr 2002 in der Todeszelle.

Dargestellt wird die Amerikanerin Aileen im Film «Monster» von Hollywoodstar Charlize Theron: Für diese Rolle nahm das Ex-Model 15 Kilogramm zu und liess ihr Gesicht von den Maskenbildnern drastisch verunstalten.

Zur Geschichte, wie sie im Film gezeigt wird: In einer Bar lernt die obdachlose Prostituierte Aileen das unbescholtene Teenage-Girl Selby (Christina Ricci) kennen. Sie betrinken und verlieben sich. Selby, die in einer zerrütteten Familie aufgewachsen ist, beschliesst, bei Aileen zu bleiben.

Die lesbische Liebe weckt in Aileen auch Muttergefühle und bringt den Hass gegenüber ihrem verpfuschten Leben zum Vorschein: Jahrelang wurde sie von ihren Kunden gedemütigt – jetzt rechnet sie mit ihnen ab. In Folge bringt Aileen sieben Freier um und raubt sie aus. Selby möchte sie auf keinen Fall in die Morde miteinbeziehen, doch bald ist ihnen die Polizei auf der Spur.

«Monster» kommt im klassischen Roadmovie-Stil daher. Regisseurin Patty Jenkins porträtiert das Leben von Aileen, die sich schon als Kind vornahm, berühmt zu werden, und es schliesslich auf tragische Weise auch wurde, geradlinig, unpathetisch und in beklemmender Wahrheitstreue. Charlize Theron («The Italian Job») gibt sich in der Rolle der Serienkillerin überraschend hemdsärmlig und mit viel Mut zur Hässlichkeit. Dieser wirkt manchmal etwas überzeichnet – ihre Oscar-Nomination hat sich Theron aber definitiv verdient.

Benjamin Bögli

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