Fremde Münzen und Knöpfe im Kässeli – «Eine Schande für eines der reichsten Länder der Welt»

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Fremde Münzen und Knöpfe im Kässeli«Eine Schande für eines der reichsten Länder der Welt»

Ein Bäckermeister aus Balsthal SO fand in seinem Kässeli ausländisches Geld, Unterlegscheiben und Schlüssel vor. Das sorgt bei vielen Leserinnen und Lesern für Kopfschütteln.

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Kundinnen und Kunden zahlten im Selbstbedienungsmodell nicht nur mit Schweizer Franken.

Kundinnen und Kunden zahlten im Selbstbedienungsmodell nicht nur mit Schweizer Franken.

Fürobe-Brot
Sondern auch mit Fremdwährung, Sonnenblumenkernen und Schlüsseln. 

Sondern auch mit Fremdwährung, Sonnenblumenkernen und Schlüsseln.

Fürobe-Brot
Der Besitzer fand Münzen aus 25 Ländern.

Der Besitzer fand Münzen aus 25 Ländern.

Fürobe-Brot

Darum gehts

  • In einer Bäckerei in Balsthal SO können nach 18.30 Uhr Backwaren im Selbstbedienungsmodell gekauft werden.

  • Diverse Kundinnen und Kunden werfen allerdings ausländisches Geld oder sogar Schlüssel und Knöpfe ein.

  • In der Kommentarspalte sorgt die Unehrlichkeit von Häners Kundschaft für Empörung.

Die Bäckerei Fürobe-Brot in Balsthal SO bietet nach 18.30 Uhr Backwaren im Selbstbedienungsmodell an. Die Kundinnen und Kunden bezahlen über ein Kässeli – oder sollten es zumindest: Bei einem kürzlichen Check stellte Besitzer Alex Häner fest, dass sich neben echten Münzen viele weitere «Zahlungsmittel» in der Box ansammeln. Neben etlichen Fremdwährungen auch Schlüssel, Knöpfe oder Sonnenblumenkerne.

Viele Leserinnen und Leser zeigen sich empört ob der Unehrlichkeit mancher Kundinnen und Kunden des Solothurner Bäckermeisters. «Eine Schande für eines der reichsten Länder der Welt», findet User Tequila_sg in der Kommentarspalte zum 20-Minuten-Artikel. Derlei Fälle seien ungemein schade, denn so würden «irgendwann diese schönen Dienstleistungen verschwinden und die ehrlichen Leute von solchen Angeboten nicht mehr profitieren». Motty sieht es ähnlich: «Was sind wir doch für eine traurige Gesellschaft. Die Arbeit anderer wird nicht mehr geschätzt. Pfui!»

«Einfach nur traurig»

Auch von eigenen negativen Erfahrungen wird berichtet. «Gerade gestern wurde unsere ganze Kasse gestohlen», schreibt Kvistur2021, die vor ihrem Haus selbstgemachten Süssmost verkauft. «Es ist einfach nur traurig.» Damencoiffeuse Johnneli fand in ihrem Trinkgeld-Kässeli auch schon «Knöpfe, Büroklammern und vieles andere».

Einige Userinnen und User stehen Alex Häner mit Tipps zur Seite. «Besser wäre es, wenn man zuerst Münzen einwerfen müsste und dann kommt die gekaufte Ware – so wie bei vielen Getränke- und Snackautomaten», meint Loca60. Sereht56 rät dem Geprellten zu einer Kasse, bei der nur mit Karte bezahlt werden kann: «Das würde alle Probleme lösen.» Userin G-i-r-L schliesslich würde gleich eine Überwachungskamera installieren und die Kasse mit einer Kontrollsoftware ausstatten. «Die, die erwischt werden, sollen wegen Betrugs und Diebstahls angezeigt werden.»

Zumindest den letzten Vorschlag will Häner umsetzen: Er lässt zurzeit eine Kasse anfertigen, mit der die eingeworfenen Münzen mittels einer Zwischenablage kontrolliert werden können.

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(sul)

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