Aktualisiert 05.11.2011 11:43

Claudia SchifferEine schrecklich nette Adelsfamilie

Wildschwein-Opfer, Toiletten-Pioniere - und vielleicht gar Shakespeare höchstpersönlich: Claudia Schiffer hat sich mit ihrem Ehemann Matthew Vaughn eine lustige Verwandschaft zugelegt.

von
obi

Ginge es nach Action-Regisseur Roland Emmerich, könnte sich Supermodel Claudia Schiffer zur Familie des wahren William Shakespeare zählen. Emmerich vertritt in seinem Film «Anonymus» die These, dass sich hinter dem Namen Shakespeare in Wirklichkeit der Aristokrat Edward de Vere, 17. Earl of Oxford, verbirgt.

Er ist ein Ahn des Ehemanns von Claudia Schiffer: Der englische Filmproduzent und Regisseur Matthew Vaughn («X-Men», «Kick-Ass») heisst eigentlich Matthew de Vere Drummond. Um ihn hatte es ebenfalls ein namentliches Verwirrspiel gegeben: Erst kurz vor seiner Hochzeit am 25. Mai 2002 stellte sich heraus, dass Hollywood-Star Robert Vaughn gar nicht - wie bis dahin angenommen - sein Vater ist.

Tod durch Wildschwein

In den 1980er Jahren stellte sich beim Vaterschaftstest heraus, dass der wirkliche Vater der britische Aristokrat George Albert Harley Drummond (auch bekannt als George de Vere Drummond) ist. Daraufhin nahm Matthew Vaughn den Namen de Vere Drummond an, behielt Vaughn aber als Künstlernamen.

Sein Vater wurde als Patensohn von König George VI. 1944 auf Schloss Windsor geboren. Zu seinen Ahnen gehört, wie die «Bunte» 2002 schrieb, Edward Haley, zweiter Graf von Oxford (1689 bis 1741). Ein weiterer Verwandter, der neunte Graf von Oxford, Robert de Vere, war demnach auch Herzog von Irland, wurde aber Opfer eines aggressiven Wildschweins und verschied während der Jagd.

Der WC-Pionier

Edward de Vere, der 17. Graf von Oxford, habe auf einer Italienreise zum ersten Mal Toiletten mit Wasserspülung gesehen und daraufhin England mit dieser Segnung der Zivilisation beglückt, schrieb die Illustrierte. Weiter hiess es, Matthew Vaughns Vater versuche, den Titel des Grafen von Oxford wiederzubekommen, wodurch auch Claudia Schiffer zur Gräfin würde. Doch diesem Vorhaben werde wohl kein Erfolg beschieden sein: Einem englischen Ahnenforscher zufolge sei die Oxford-Linie, aus der die Drummonds stammen, seit 1853 ausgestorben.

Leider ist der grösste Dichter aller Zeiten aber kein Verwandter Schiffers. Die «oxfordianische» These um William Shakespeares Identität gilt in Fachkreisen als längst widerlegter Nonsens. (obi/dapd)

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