Eine Sexsklavin für acht Euro
Aktualisiert

Eine Sexsklavin für acht Euro

Der Menschenhandel in Kambodscha läuft auf Hochtouren. Die Sexmafia verdient mit Kindern, die als Haussklavinnen und Prostituierte an Sextouristen verkauft werden. Wie wenig ein Menschenleben wert ist, zeigt die Geschichte der sechsjährigen Srey.

Das Mädchen wurde monatelang gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten. Sie wurde mit Drogen gefügig gemacht und von Touristen und Zuhältern missbraucht. Wie «Spiegel Online» berichtet, konnte die sechs Jahre alte Srey von einer Menschenrechtsaktivistin aus der Gewalt der Menschenhändler befreit werden. Die 37-jährige Somaly Mam bietet Opfern der Menschenhändler Hilfe zur Selbsthilfe, ein Obdach und die Chance eine Schulbildung zu absolvieren.

Srey wurde im Alter von nur fünf Jahren an ein Bordell verkauft. Wieviel Geld die Eltern für ihre Tochter erhalten haben, ist unbekannt. Die Preise für ein junges Menschenleben bewegen sich in Kambodscha zwischen acht Euro (umgerechnet 12 Franken) und 80 Euro. Gemäss verschiedenen Schätzungen ist rund ein Drittel der Prostituierten in Kambodscha minderjährig und zwischen 14 und 17 Jahren alt.

Obwohl in Kambodscha die Prostitution verboten ist, blüht das Sexgeschäft. Besonders seit in Thailand die gesetzlichen Bestimmungen für Kindsmissbrauch verschärft worden sind. Städte wie Phnom Phen sind inzwischen Anziehungspunkte für Pädophile aus der ganzen Welt.

Die meisten Kinderprostituierten, die bei der Menschenrechtsaktivisten Mam unterkommen, sind schwer traumatisiert, ncht wenige von ihnen HIV-positiv: «Viele haben bei ihrer Ankunft psychologische Probleme, sehr grosse Probleme», wird Mam von «CNN» zitiert.

Deine Meinung