Yakin nach Premieren-Pleite - «Eine solche Niederlage muss man auch mal weglächeln können»

Publiziert

Yakin nach Premieren-Pleite«Eine solche Niederlage muss man auch mal weglächeln können»

Die Schweiz unterliegt im Testspiel-Knüller England mit 1:2. Für Trainer Murat Yakin ist es eine schmerzhafte Niederlage, weil man dem Gegner zwei Tore geschenkt habe.

von
Lucas Werder
(London)
1 / 4
Murat Yakin muss im Wembley als Nati-Trainer zum ersten Mal eine Niederlage einstecken.

Murat Yakin muss im Wembley als Nati-Trainer zum ersten Mal eine Niederlage einstecken.

AFP
«So sind nun mal die Regeln», sagt der 47-Jährige zur Penalty-Szene.

«So sind nun mal die Regeln», sagt der 47-Jährige zur Penalty-Szene.

REUTERS
Mit Xherdan Shaqiri ist Yakin sehr zufrieden.

Mit Xherdan Shaqiri ist Yakin sehr zufrieden.

REUTERS

Darum gehts

  • Die Schweizer Nati verliert auswärts gegen England mit 1:2.

  • Murat Yakin zieht trotz Testspiel-Pleite ein positives Fazit.

  • Die Niederlage schmerzt den Nati-Trainer aber trotzdem.

Granit Xhaka findet nach der 1:2-Pleite im Wembley deutliche Worte.  «Diese Handregel kotzt mich langsam an», meint der Nati-Captain über den spielentscheidenden Penalty. Sein Trainer sieht die Szene etwas reflektierter an. «So sind nun mal die Regeln», sagt Murat Yakin nach dem Spiel – und ärgert sich dennoch ein wenig über den Pfiff. «Steven Zuber hatte gar keine Möglichkeit, den Ball zu sehen. Aber lieber passiert so etwas in einem Testspiel als in einem Ernstkampf.»

Yakins Fazit fällt trotz seiner ersten Niederlage als Nati-Trainer einigermassen positiv aus. «Wir haben lange ein gutes Spiel gemacht. In der ersten Hälfte waren wir dominant und haben uns viele Chancen erarbeitet», bilanziert der 47-Jährige. Sein Team hätte aber das ein oder andere Tor mehr erzielen können. «Durch zwei individuelle Fehler haben wir dem Gegner dann zwei Tore geschenkt.»

Okafor und Elvedi nicht einsatzbereit

An der Pressekonferenz nach der Partie äusserte sich Yakin auch zu Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Sein Captain habe viele Akzente gesetzt. «Granit hat viele Risiken genommen. Das geht manchmal auf und manchmal halt nicht», erklärte «Muri». Über den Auftritt von Shaqiri meinte der Nati-Trainer: «Man sieht, dass er wieder im Rhythmus ist und auch bei seinem Club auf dieser Position zum Einsatz kommt». Hinten habe er sich bei seiner Aufstellung für Fabian Frei entschieden, da Nico Elvedi nicht einsatzbereit gewesen sei. Der Verteidiger rückte erst Mitte Woche ein, da er noch in Corona-Quarantäne gesessen hatte. Zudem musste  Yakin wegen muskulärer Probleme auf einen Einsatz von Noah Okafor verzichten.

Auch wenn es sich nur um ein Testspiel gehandelt habe, schmerzt Yakin die Niederlage – gerade weil sein Team über weite Strecken so gut mitgehalten habe. «Das müssen wir nun abhaken. Ich habe heute viele Sachen gesehen, die ich sehen möchte», sagt Yakin, dem direkt nach Abpfiff ein kleines Lächeln über die Lippen huschte. «Eine Niederlage in einem Testspiel muss man auch mal weglächeln können», erklärte der Nati-Trainer.

Deine Meinung

18 Kommentare