Aktualisiert 23.06.2015 15:04

KarlsruheEine Strafe für diesen Laster ist voll schräg

Auf Biegen und Brechen: Geht es um das Verteilen von Strafzetteln, macht die Polizei von Karlsruhe selbst bei Kunst nicht Halt.

von
nsa
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Ende Juni feiert die Stadt Karlsruhe in Deutschland ihren 300. Geburtstag. Künstler Erwin Wurm hat zur Feier einen Lieferwagen verbogen.

Ende Juni feiert die Stadt Karlsruhe in Deutschland ihren 300. Geburtstag. Künstler Erwin Wurm hat zur Feier einen Lieferwagen verbogen.

AFP/Uli Deck
Jetzt steht der Lieferwagen angelehnt an das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe.

Jetzt steht der Lieferwagen angelehnt an das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe.

ZKM
Kein Verständnis dafür hat die Polizei. Das Fahrzeug steht im Halteverbot. Das macht dann 30 Euro.

Kein Verständnis dafür hat die Polizei. Das Fahrzeug steht im Halteverbot. Das macht dann 30 Euro.

ZKM

Zum Fahren kann man den roten Mercedes-Kleintransporter mit der Fahrzeugnummer KA WJ 600 wohl nicht mehr brauchen. Der österreichische Künstler Erwin Wurm – spezialisiert auf das Verbiegen von Dingen – hat sich dem Auto angenommen und es in etwas verwandelt, das eher einer Halfpipe gleicht als einem Lieferwagen. Als Geschenk zum 300. Geburtstag der Stadt Karlsruhe steht das Kunstwerk nun angelehnt an eine Wand des örtlichen Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM).

Wenig interessiert hat das die Verkehrspolizei von Karlsruhe. Mit den Vorderrädern steht der Kleinlaster nämlich im Halteverbot. Und wenn ein Kleinlaster im Halteverbot steht, dann kriegt er einen Strafzettel. Das wären dann 30 Euro.

Gerettet wurde die Installation vom Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup. Er kündigte an, Einspruch gegen den Strafzettel zu erheben. Eigentlich schade: Die Bilder von der Polizei, die das Fahrzeug abschleppt, wären sicher spektakulär gewesen.

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