Aktualisiert 05.09.2006 14:02

Eine Strasse für Niklaus Meienberg

Der Schriftsteller Niklaus Meienberg (1940- 1993) und die Künstlerin Sophie Taeuber (1889-1943) erhalten je eine Strasse im neuen St. Galler Quartier Birnbäumen.

Die neue Erschliessungsstrasse von der Speicherstrasse entlang dem Birnbäumenhang wird Meienbergstrasse genannt. Niklaus Meienberg wurde am 11. Mai 1940 in St. Gallen geboren und verbrachte seine Kindheit in St. Fiden, wo er die Schule besuchte. Er wohnte nicht sehr weit von der nun nach ihm benannten neuen Strasse entfernt und er kannte den Birnbäumenhang bestens, wie es heisst.

Kulturpreisträger

Meienberg war einer der bedeutendsten und bekanntesten Schriftsteller der neueren Schweizer Literatur und brillierte als Journalist und mit seinen literarischen Reportagen. 1988 erhielt er für sein breites Schaffen den Werkpreis der Max Frisch-Stiftung, 1989 den Zürcher Journalisten-Preis.

Er setzte sich immer wieder auch kritisch mit seiner Heimatstadt auseinander und wurde 1990 mit dem Kulturpreis der Stadt St. Gallen geehrt. 1993 beging Meienberg Selbstmord.

Studium in St. Gallen

Der neue Erschliessungsweg im unteren Teil des Birnbäumenhangs heisst Taeuberweg. Sophie Taeuber-Arp wurde 1889 in Davos-Platz geboren und wuchs in Trogen AR auf. 1908 begann sie an der Textilabteilung der Gewerbeschule St. Gallen ihre Ausbildung, die sie 1911 bis 1914 in München und Hamburg weiterführte.

Während des Ersten Weltkrieges war sie Lehrerin für textiles Entwerfen an der Zürcher Kunstgewerbeschule und lebte mit dem Künstler Hans Arp zusammen. Sie heirateten 1922 und zogen 1926 nach Paris.

Sophie Taeuber und Hans Arp wurden in Paris Mitglieder der Künstlervereinigung Abstraction-Création. Nach der Okkupation Frankreichs durch die Nazis flohen sie 1942 in die Schweiz zurück. Sophie Taeuber starb 1943 in Zürich.

(sda)

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