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Teures TippenEine Tastatur für 369 Franken? Das Keyboard fürs iPad Pro im Test

Mit dem Magic Keyboard hat Apple die Tastatur fürs iPad Pro neu erfunden. Damit wird das Tablet um ein Trackpad erweitert. Der Zeitgewinn ist enorm. Nutzer sollten jedoch eine gute Balance haben, um die Gerätschaft einzusetzen.

von
Tobias Bolzern

Hier gibt es die Highlights der iPad-Tastaturhülle zu sehen.

Video: 20M

Darum gehts

  • Apple hat das Magic Keyboard fürs iPad im April vorgestellt.
  • 20 Minuten hat die aufgemotzte Tastatur ausgiebig getestet.
  • Für den Preis von 369 Franken sind die Erwartungen hoch.
  • Die Tastatur konnte fast allen Ansprüchen gerecht werden.

369 Franken – so viel kostet die Tastatur mit Trackpad fürs iPad Pro 12,9 Zoll. Zum Vergleich: Legt man nur 77 Franken obendrauf, so bekäme man dafür ein iPhones SE mit 64 GB Speicherplatz. Apples Tastatur ist also fast so teuer wie ein Smartphone. Doch kann sie überhaupt etwas? 20 Minuten hat das Keyboard über mehrere Wochen hinweg getestet – und ist begeistert.

Nimmt man das Magic Keyboard aus der Verpackung, so fällt einem als Erstes auf, wie schwer es eigentlich ist. Mit 704 Gramm bringt die Tastatur mehr Gewicht auf die Waage als das iPad Pro (12,9’’) mit 643 Gramm. Auf einer geraden Oberfläche – etwa dem Schreibtisch – stehen Tastatur und iPad bombensicher. Das Gewicht hat aber nicht nur Vorteile: Nutzt man das iPad mit der Tastatur auf einem weichen Sofa oder gar auf den Knien, so muss man es immer wieder ausbalancieren, damit die Gerätschaft nicht einfach nach hinten wegkippt. Dafür lässt sich der Betrachtungswinkel mit der neuen Hülle freier einstellen. Mehr Möglichkeiten bedeutet weniger Reflektieren auf dem Display.

Zeitgewinn? Enorm!

Das Tippen darauf macht Spass. Hatte man beim Vorgänger, dem Smart Keyboard Folio, das Gefühl, mit den Fingerkuppen jeweils kleine Marshmallows zu drücken, so gibt es nun einen echten Anschlag, wie man es von grösseren Tastaturen gewohnt ist. Die Tasten haben genügend Spielraum, und sie sind angenehm gross. Damit bleibt die Fehlerquote klein. Auch wenn es mal länger dauert, kann man dank der Hintergrundbeleuchtung der Tasten auch im Dunkeln tippen. Und selbst wenn man energisch darauf rumhackt, liegt der Lärmpegel unter der Schmerzgrenze der Bürokollegen, wie uns bestätigt wurde.

Das Beste an der neuen Tastatur? Das Trackpad. Wieso? Man spart viel Zeit. Denn seit der Systemversion iOS 13 kann das iPad auch per Maus bedient werden. Mit dem Trackpad, das nun unterhalb der Tastatur ist, muss man nicht mehr ständig während dem Tippen den Bildschirm berühren, um den Cursor neu zu positionieren oder auf eine Website zu scrollen. So ist jetzt effizientes Arbeiten – halt eben wie mit einem Notebook – möglich. Rechnet man die Zeit hoch, die man so einspart, hat man wohl die Tastatur innerhalb eines Jahres amortisiert. Der einzige Nachteil im Vergleich zum Vorgänger: Die Tastatur ist nicht mehr wasserdicht.

Ersatz für den Computer?

Zwar nutzt der Autor privat ein Macbook; mit dem neuen Magic Keyboard hat das iPad jetzt das Notebook aber fast vollständig verdrängt – das war bis vor ein paar Wochen noch undenkbar. Mit dieser Konfiguration löst Apple das Versprechen ein, dass das iPad schlussendlich doch ein Computer ist – zumindest für den Teil der Nutzer, der bereit ist, sich auf ein solches Experiment einzulassen und manchmal neue Wege zu gehen.

Allerdings braucht es nicht nur einen gewissen Entdeckergeist, sondern auch ein dickes Portemonnaie: Für das voll aufgerüste iPad Pro (12,9’’ 1 TB, Wi-Fi+Cellular) mit dem neuen Magic Keyboard und dem Pencil muss man nämlich insgesamt 2371 Franken hinblättern.

Digital Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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24 Kommentare
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Back to the Future 7

24.08.2020, 18:02

Mit macOS, 15" Bildschirm und viel dünneren Rand wäre es preislich tragbar. So ist es CHF 1000.- zu teuer.

TDU

24.08.2020, 15:30

Benutze ein Tab S6 mit Tastatur und Stift von Samsung. Da gibt/gab es das Trackpad bereits. Und der Preis ist überschaubar.

Beaetel

24.08.2020, 14:34

Jetzt noch die sehr viel günstigere Logitech Tastatur testen und vergleichen und der Artikel wäre ausgewogen.