13.11.2019 19:14

Bären und Wölfe

Eine tierische WG feiert ihr 10-Jahre-Jubiläum

In einem kürzlich geposteten Video feiert der Tierpark Goldau das 10-Jahre-Jubiläum der Gemeinschaftsanlage, in der Wölfe und Bären gemeinsam wohnen.

von
jab

Das Video ist zehn Jahre alt und zeigt, wie die neue Gemeinschaftsanlage der Bären und Wölfe im Tierpark Goldau eröffnet wurde.

Im eigenen Magazin blickt der Tierpark Goldau auf die Einweihung der WG zurück. Das Gehege, das im Juni 2009 gebaut wurde, war «das bis dahin grösste Projekt seiner Geschichte», wie der Tierpark Goldau in seinem Jubiläumsartikel schreibt. Die Idee stamme von Ex-Direktor Felix Weber, dessen Idee damals schon über 30 Jahre alt gewesen sei.

b>Bärin zwängt sich durch Luke

Die Anlage besteht aus vier Teilanlagen: Zwei Teile beherbergen die Bären und einen Teil die Wölfe. Der vierte Teil wird für beide Beutegreifer gemeinsam genutzt. Die Wölfe können diesen Teil durch ein kleines Schlupfloch betreten, durch welches kein Bär passt, wie man damals glaubte. Doch vor zehn Jahren ist es der schlanken Bärin Fränzi tatsächlich gelungen ins Wolfsabteil einzudringen. In der Folge wurde die Luke verkleinert. Doch Fränzi versuchte ihr Glück weiterhin. Eines Tages als sie wieder versuchte, sich durch die Lücke zu zwängen, «wurde sie von einem Wolf ins Hinterteil gezwackt.» Der Wolf machte sich blitzschnell aus dem Staub, noch bevor Fränzi aus der Öffnung kriechen konnte.

Erste Begegnung endete glimpflich

Mit dem Rückblick in die Vergangenheit schreibt der Tierpark auch über die erste Begegnung der Bärin Evi mit den Wölfen. Es sollte so geprüft werden, ob ein Zusammenleben auch in Gefangenschaft überhaupt möglich sei.

Bei dieser Zusammenführung griff der Leitwolf die Bärin instinktiv an. Weil der Bär aber deutlich stärker ist, packte Evi den Leitwolf und zeigte ihm wer das Sagen hatte. Dies liess das Rudel nicht auf sich sitzen und umkreiste die Bärin. Einem Wolf gelang es gar auch ihr ins Hinterteil zu zwacken. Dennoch sei die erste Begegnung glimpflich abgelaufen. «Seit der ersten Zusammenführung gibt es kaum mehr Konflikte in der Gemeinschaftsanlage, denn wenn der Bär kommt, machen die Wölfe Platz», so der Tierpark weiter.

Trotzdem gebe es auch nach zehn-jähriger WG ab und an kleine Neckereien zwischen den Wölfen und den Bären. Solche, wie sie eben in jeder Wohngemeinschaft vorkommen würden.

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