18.04.2020 16:53

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Eine Tonne Solidarität für «Johns kleine Farm»

Die Corona-Krise trifft auch Johns kleine Farm, einen Zoo im Berner Seeland. Die Solidarität aus der Bevölkerung ist jedoch riesig. Fast täglich erhält der Betrieb Spenden und Hilfsangebote.

von
rc
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«Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Leute», sagt Johns-David Bauder, Betriebsleiter von Johns kleine Farm.

«Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Leute», sagt Johns-David Bauder, Betriebsleiter von Johns kleine Farm.

Facebook / Johns kleine Farm
Viele Personen würden von sich aus Anfragen, wie sie den Zoo unterstützen könnten.

Viele Personen würden von sich aus Anfragen, wie sie den Zoo unterstützen könnten.

Facebook / Johns kleine Farm
Erst vor kurzem wurde der Farm eine Tonne Heu gespendet.

Erst vor kurzem wurde der Farm eine Tonne Heu gespendet.

Facebook / Johns kleine Farm

Für «Johns kleine Farm» brach mit der Corona-Pandemie eine schwierige Zeit an. Erst vor kurzem konnte sich Privatzoo mit einer Spendenaktion vor dem finanziellen Ruin retten. Nun plagen den Betriebsleiter John-David Bauder erneut existenzielle Sorgen: «Da momentan kein Geld reinkommt, müssen wir sparen wo es nur geht.»

Untersützung erhält Johns kleine Farm aus der Bevölkerung: «Wir erleben in diesen Tagen eine unglaubliche Solidarität», sagt Bauder. Viele Personen würden von sich aus Anfragen, wie sie den Zoo unterstützen könnten. Erst vor kurzem wurde der Farm von Landwirt eine Tonne Heu gespendet. Am Freitag stellte eine Privatperson zwölf gefüllte Pallets mit Futter, Arbeitsmaterial, Deko und anderen Materialien zur Verfügung. Manche kämen während eines Spaziergangs vorbei, um Geld zu spenden. «Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Leute», sagt Bauder.

Tiere und Covid-19

Auch wenn der Betriebsleiter nicht um Hilfe gebeten hat, sind solche Spenden eine enorme Entlastung für den kleinen Zoo. Dessen Betrieb beansprucht pro Monat nämlich rund 20'000 Franken. Homeoffice sei in einem Betrieb mit Tieren nicht möglich: «Die verschiedenen Tierarten müssen nach wie vor gefüttert und gepflegt werden», sagt Bauder. Hinzu komme, dass sämtliche Mitarbeiter zum Schutz der Tiere und Arbeiter mit Schutzmasken arbeiten müssten. «Es gab einen bestätigten Fall von einem Tiger in New York, der sich mit Covid-19 angesteckt hat», sagt Bauder. Dies lasse darauf schliessen, dass sich auch Wildkatzen oder Primaten mit dem Virus infizieren könnten.

Pirvate spenden selbst genähte Schutzmasken

Die Behörden empfahlen dem Zoo solche Schutzmasken einzusetzen. Dies stellte die Farm vor ein neues Problem: «Da die Masken derzeit sehr knapp sind, haben wir auf Facebook nachgefragt, ob jemand Schutzmasken nähen könnte», erzählt Bauder. Innert kürzester Zeit nähten mehrere Personen rund 60 Schutzmasken für Johns kleine Farm. Diese hofft, möglichst bald wieder Besucher begrüssen zu dürfen. Ein Lichtblick für den Betrieb ist der 8. Juni, dann dürfen infolge der geplanten Lockerungen des Lockdowns auch Zoos voraussichtlich wieder öffenen.

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