Basel: Eine Übernachtung im Schaufenster kostet 3300 Franken

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BaselEine Übernachtung im Schaufenster kostet 3300 Franken

Während der Kunstmesse Art Basel sind freie Betten Mangelware. Ein Kleinbasler Laden bietet Übernachtungen im Schaufenster auf Airbnb zu einem abschreckenden Preis an. Bereits hat sich ein Interessent aus China gemeldet.

von
Tanya Vögeli
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Eine Übernachtung in diesem Bett kostet während der Art Basel 3300 Franken. Zu diesem Preis wurde das Schaufenster-Bett auf Airbnb inseriert.

Eine Übernachtung in diesem Bett kostet während der Art Basel 3300 Franken. Zu diesem Preis wurde das Schaufenster-Bett auf Airbnb inseriert.

Leihlager
Für den stolzen Preis könne man «nicht nur Ausstellungsobjekte an der Art Basel sehen, sondern selbst ausgestellt werden», wie dem Inserat zu entnehmen ist.

Für den stolzen Preis könne man «nicht nur Ausstellungsobjekte an der Art Basel sehen, sondern selbst ausgestellt werden», wie dem Inserat zu entnehmen ist.

Leihlager
«Weil du in einer Bibliothek der Dinge bist, hast du über 500 Objekte zur Nutzung zur Verfügung, inklusive Cargobikes und auch einem kleinen Kino! Falls dich der rollende Verkehr um den Schlaf bringt, kannst du die Nächte auch problemlos in den umliegenden Clubs, Bars und Restaurants verbringen.»  

«Weil du in einer Bibliothek der Dinge bist, hast du über 500 Objekte zur Nutzung zur Verfügung, inklusive Cargobikes und auch einem kleinen Kino! Falls dich der rollende Verkehr um den Schlaf bringt, kannst du die Nächte auch problemlos in den umliegenden Clubs, Bars und Restaurants verbringen.»  

Leihlager

Darum gehts 

  • Leihlager bietet seine Schaufenster auf Airbnb zum Übernachten an.

  • Das lustige Werbeangebot bietet drei Nächte für 3300 Franken pro Nacht an. 

  • Entstanden sei das humorvolle Werbekonzept bei einer Runde Feierabendbier. 

Während der Kunstmesse Art Basel, die vom 16. bis 19. Juni stattfindet, sind Betten in Basel rar. Die wichtigste Kunstmesse und eine Vielzahl von Satellitenmessen machen Basel während einer Woche zum Treffpunkt des internationalen Kunst-Jet-Sets. Davon profitieren auch viele Private, die in dieser Zeit ihre Wohnungen zu stolzen Preisen untervermieten. Oder findige Unternehmer. Auf Airbnb wird ein Bett im Schaufenster des Leihlagers an der vielbefahrenen Feldbergstrasse angeboten. Kostenpunkt: 3300 Franken pro Nacht. Das «Zimmer», in dem bis zu vier Gäste nächtigen können, muss aber mindestens für drei Nächte gebucht werden. Inklusive Rabatt kostet der Aufenthalt 9136 Franken. 

Für den stolzen Preis könne man «nicht nur Ausstellungsobjekte an der Art Basel sehen, sondern selbst ausgestellt werden», wie dem Inserat zu entnehmen ist. Weiter punktet das Schaufenster mit trendy Nachtleben und einer Nachbarin, der man beim Kettenrauchen zusehen könne. Zudem steht den Gästen ein kleines Kino zur Verfügung sowie alle Gegenstände, die das Leihlager sonst seiner Kundschaft verleiht.

«Es ist Teil unseres humorvollen Werbekonzepts. Wir dachten nicht, dass es Leute wirklich interessiert», erzählt Gawin Steiner, Mitglied des Leihlager-Kernteams. «Der Preis ist dem Les Trois Rois auf jeden Fall würdig, sollte aber auch ein wenig zur Abschreckung dienen.» Im Trois Rois – es ist Basels nobelste Adresse – würde man für diesen Preis selbst während der Art mindestens die Napoleon Suite bekommen.

Eine Buchung – was nun?

Was als Gag gedacht war, könnte nun ernst werden. Denn über Airbnb sei bereits eine Anfrage eines Chinesen eingegangen. «Wir waren sehr erstaunt und wissen jetzt nicht recht, was tun», so Steiner. Es ist ein grosser Aufwand für den Laden, wirklich Menschen zu beherbergen. Deshalb müssten auch mindestens drei Übernachtungen gebucht werden. «Wir haben drei Tage eingestellt, weil es einen riesen Aufwand darstellt und wenn wir das schon tun, dann richtig», erklärt Steiner. «Die Buchung müsste sich ja auch für uns lohnen, weil wir vermutlich den Laden schliessen müssten.» 

Die Idee für das Ganze entstand nach Geschäftsschluss, wie Steiner erklärt: «Das Ganze kam zustande bei einer Feierabendbierrunde, wie vieles von unserem humorvoll ausgelegten Werbekonzept.» Wie es nun mit der Buchung weitergeht und ob es tatsächlich Gäste in der Feldbergstrasse zu bestaunen geben wird, ist noch unklar. «Das Team bespricht das noch intern», so Steiner.

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