27.03.2020 17:00

Verunsicherung vor Zügeltermin

«Eine Umzugsfirma war mir zu riskant»

Wegen der Corona-Epidemie wird das Zügeln Ende Monat mühsamer. Das spüren auch Promis. Der Mieterverband fordert ein Zügelmoratorium.

von
nke
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Am 31.  März steht ein Zügeltermin an. Zahlreiche Schweizer wollen in eine neue Wohnung ziehen.Aber ist das überhaupt noch möglich?  Die Corona-Krise macht die Situation für viele Zügler jedoch um einiges komplizierter.

Am 31. März steht ein Zügeltermin an. Zahlreiche Schweizer wollen in eine neue Wohnung ziehen.Aber ist das überhaupt noch möglich? Die Corona-Krise macht die Situation für viele Zügler jedoch um einiges komplizierter.

Keystone/Gaetan Bally
Die Situation sei zur Zeit ein riesen Problem, meint Natalie Imboden, Generalsekretärin des Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz. «Die Leute sind sehr verunsichert. Dazu kommt, dass zum teil Leute auch nicht zügeln können, da sie momentan krank sind», sagt sie.

Die Situation sei zur Zeit ein riesen Problem, meint Natalie Imboden, Generalsekretärin des Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz. «Die Leute sind sehr verunsichert. Dazu kommt, dass zum teil Leute auch nicht zügeln können, da sie momentan krank sind», sagt sie.

Daher fordert Imboden ein Zügelmoratorium, bis die Lage geklärt ist. Es soll nur in Ausnahmefällen gezügelt werden, wo die Gesundheit der Beteiligten gewährleistet werden kann.

Daher fordert Imboden ein Zügelmoratorium, bis die Lage geklärt ist. Es soll nur in Ausnahmefällen gezügelt werden, wo die Gesundheit der Beteiligten gewährleistet werden kann.

Keystone/urs Jaudas

Am 31. März steht ein offizieller Zügeltermin an. Bis zu 50'000 Schweizer wollen in eine neue Wohnung ziehen. Die Corona-Krise macht die Situation für viele Zügler jedoch um einiges komplizierter. Auch Ex-Profifussballer Kay Voser bezieht am Wochenende eine neue Wohnung. Beim Anstehenden Zügeltermin versuche er so viel wie möglich selbst zu machen. «Ich habe eine Putzfrau engagiert, das muss reichen», sagt er. Eine Umzugsfirma sei ihm etwas zu riskant gewesen: «Ich möchte nicht, dass zu viele Leute auf einem Fleck zusammen sind.»

Der Bundesrat stellte am Freitag erneut klar, dass der Wohnungswechsel grundsätzlich erlaubt bleibt. Sofern die Abstandsregeln eingehalten werden, die Beteiligten sich regelmässig desinfizieren und man sich nicht länger als 15 Minuten in einem Raum aufhält. Hier gibts die Übersicht. Trotzdem sind viele verunsichert.

Mieterverband fordert Zügelmoratorium

Die Situation sei zur Zeit ein riesen Problem, meint Natalie Imboden, Generalsekretärin des Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz. «Die Leute sind sehr verunsichert. Dazu kommt, dass zum teil Leute auch nicht zügeln können, da sie momentan krank sind», sagt sie gegenüber 20 Minuten. In einem Interview mit SRF fordert Imboden darum ein Zügelmoratorium. Es soll nur in Ausnahmefällen gezügelt werden, wo die Gesundheit der Beteiligten gewährleistet werden kann.

Der Hauseingentümerverband ist derweil auf der Linie des Bundesrats. Umzüge sollen dort statfinden, wo diese unter Einhaltung der notwendigen Massnahmen möglich seien, teilt der Verband auf Anfrage mit. In gegenseitiger Verständigung soll der Zügeltermin verschoben werden können, wenn dies nicht möglich sei.

Viele verunsicherte Kunden bei Zügelfirma

Die Unsicherheit spürt auch Partick Gabriel. Er ist Geschäftsführer der Umzugsfirma Gabriel Transport AG. «Uns erreichen viele Nachfragen ob der Umzug stattfinden kann», sagt er. Die Lage sei durch das Corona-Virus mühsamer geworden.

Unter gewissen Bedingungen könne die Zügelfirma aber den Umzug gewährleisten. Gabriel:«Wir müssen uns an die Weisungen des Bundes halten. Daher ist es wichtig, dass in den Wohnungen fliessendes Wasser und Seife bereitstehen. So können sich unsere Mitarbeiter durch Händewaschen schützen.» Bei einem Umzug seien selten mehr als sechs Personen beteiligt. Daher sollen die Umzüge grundsätzlich stattfinden können, meint Gabriel weiter. Einzig von Umzügen in Altersheime rät Gabriel ab.

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