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Florian Stahel«Eine vo ois»

«Blibsch eine vo ois. Danke, Stahel». Mit einem Spruchband beim Spiel Luzern gegen den FCZ verabschiedeten sich die FCZ-Fans offiziell von Florian Stahel.

von
Eva Tedesco
Grund zum Jubeln: Goalie David Zibung herzt nach dem 3:1-Sieg der Leuchten seinen neuen Teamkollegen Florian Stahel, der vom FCZ in die Innerschweiz gewechselt hat. (Keystone/AP)

Grund zum Jubeln: Goalie David Zibung herzt nach dem 3:1-Sieg der Leuchten seinen neuen Teamkollegen Florian Stahel, der vom FCZ in die Innerschweiz gewechselt hat. (Keystone/AP)

«Das war grandios von den Fans», ist Stahel gerührt von der Geste der FCZ-Fans, die den Defensivmann nach der Halbzeitpause mit dem Transparent für seine Treue gedankt haben, «und ich möchte mich auch bei den Fans dafür bedanken. Das war ein sehr schönes Gefühl und zeigt, dass man mich geschätzt hat und das bedeutet mir sehr viel.» Stahel hat nach 11 Jahren bei den Stadtzürchern vor einem Monat zum FC Luzern gewechselt und traf gestern erstmals auf seine ehemaligen Teamkollegen.

Für etwas mehr als 90 Minuten habe er Sympathien und Freundschaften ausblenden müssen. «Das ist mir gut gelungen», so Stahel, obwohl er zugibt, dass es ein «sehr spezielles Spiel» gewesen sei. Bei dem er mit dem FCL schliesslich als Sieger vom Platz gegangen ist. «Natürlich überwiegt die Freude über die drei gewonnen Punkte», so Stahel, «und, dass wir weiter Leader bleiben.» Es war der dritte Sieg des Zürchers im dritten Spiel, seit er sich den Innerschweizern angeschlossen hat. Schöner könne man sich das nicht ausmalen. Stahel lachend: «Und das nicht etwa gegen irgendwelche Gegner, sondern gegen Basel, GC und den FCZ.»

Ein Geduldspiel bis zum Sieg

FCL-Trainer Murat Yakin lobt seinen Neuzugang nach dem Spiel denn auch. «Für `Flo`war es sicher ein spezielles Spiel, aber ich habe viel Vertrauen in ihn und überhaupt in die ganze Mannschaft.» Es habe zwar viel Geduld gebraucht an diesem herrlichen Spätsommerabend vor 16709 Fans in der neuen swissporarena, «denn das Spiel war über lange Strecken durch das Taktieren beider Teams geprägt gewesen.» Am Ende habe die Laufbereitschaft und zwei Tore seiner Mannschaft zum richtigen Zeitpunkt die Entscheidung gebracht.

Das bedeutet, dass die Leuchten auch in der 8. Runde der Super League ungeschlagen auf dem ersten Tabellenplatz bleiben. Yakin: «Ich glaube, dass wir inzwischen der Konkurrenz aufzeigen konnten, dass man auch in Luzern Fussball spielen kann. Aber die Leaderposition bleibt eine Momentaufnahme. Wir müssen weiter an uns arbeiten.»

Am Donnerstag wieder einer von ihnen

«Wir müssen realistisch bleiben, aber mit dieser Mannschaft ist viel möglich», gibt Stahel inzwischen in der Interview-Zone weiter Auskunft. Immer wieder wird er dabei von den ehemaligen Kollegen abgeklatscht und umarmt. Als wollten sie auch sagen - «blibsch eine vo ois». Der FCZ wird immer seine Liebe bleiben. Denn trotz dem Sieg gegen den FCZ sagt der Zürcher, der seine Wohnung im Kreis 6 behalten hat und zwischen der Limmatstadt und Luzern pendelt: «Am Donnerstag in der Europa League gegen Sporting Lissabon bin ich wieder einer von ihnen das ist klar – der FCZ ist und bleibt ein Bestandteil von mir.»

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