Grosser Ärger über Hundekot – «Einen Hund zu besitzen ist mehr, als nur schnell mit ihm rauszugehen»
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Grosser Ärger über Hundekot«Einen Hund zu besitzen ist mehr, als nur schnell mit ihm rauszugehen»

In zwei Seeländer Gemeinden ärgern sich Leute über herumliegenden Hundekot. S. H. prangert das Verhalten ihrer Mit-Hündeler an – und sammelt kurzerhand selber.

von
Zoé Stoller
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Lassen Seeländer Hundebesitzerinnen und -besitzer vermehrt den Kot ihrer Hunde liegen?

Lassen Seeländer Hundebesitzerinnen und -besitzer vermehrt den Kot ihrer Hunde liegen?

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Mehrere Userinnen beschweren sich auf Facebook.

Mehrere Userinnen beschweren sich auf Facebook.

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Täglich hebt beispielsweise die Schüpfener Hundehalterin S. H. Häufchen anderer Hunde auf.

Täglich hebt beispielsweise die Schüpfener Hundehalterin S. H. Häufchen anderer Hunde auf.

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Darum gehts

  • «Manche Leute sehen einfach nicht, dass der Besitz eines Hundes mehr beinhaltet, als lediglich mit ihm spazieren zu gehen», sagt S. H.* zu 20 Minuten.

  • Auch die Facebook-Community ist über die liegengelassenen Hundehaufen empört.

  • «Wir sind interessiert daran, solche Informationen direkt zu erhalten, um mögliche Massnahmen zu prüfen», heisst es von der Gemeinde.

Herumliegender Hundekot ist ein Ärgernis – in letzter Zeit im Seeland ganz besonders. Unabhängig voneinander haben drei Userinnen aus Schüpfen und Aarberg BE auf Facebook ihrem Ärger Ausdruck verliehen.

S. H.* aus Schüpfen geht täglich mit ihren Hunden spazieren und trifft immer öfter auf unschöne Überraschungen: Sie stösst oftmals auf am Boden liegenden Kot, den Hundebesitzerinnen und -besitzer nicht aufgehoben haben. «Für mich als Hundehalterin ist es eine obligatorische Aufgabe, die Ausscheidungen meiner Vierbeiner aufzuheben», sagt sie zu 20 Minuten. Aus Solidarität sammelt sie aber auch die Hinterlassenschaften anderer Hunde ein – zähneknirschend.

Sie ärgert sich sehr über das Verhalten ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. «Manche Leute sehen einfach nicht, dass der Besitz eines Hundes mehr beinhaltet, als lediglich mit ihm spazieren zu gehen. Das Aufheben des Kots ist zwar unangenehm, gehört jedoch schlichtweg dazu», sagt S. H. zu 20 Minuten.

«Es gibt keine Ausreden»

«Das Schlimmste ist, wenn die Hunde direkt neben dem Robidog ihr Geschäft verrichten und die Besitzerin oder der Besitzer es nicht mal dann aufhebt. Einfacher gehts ja nicht», ärgert sie sich. Sie wisse, dass die Gemeinde jeden Mittwoch die Robidog-Entsorgungsstellen mit Säcken auffülle.

Deshalb sei es für sie so unverständlich, dass man sich die Mühe nicht mache. «Es gibt keine Ausreden», sagt S. H. Auf einen Facebook-Post von S. H. reagieren zahlreiche Userinnen und User. «Es ist eine verdammte Schweinerei», schreibt eine Nutzerin. «Es ist einfach widerlich», schreibt eine andere.

Userin A. G.* ärgert sich ebenfalls über herumliegenden Hundekot in Schüpfen – und liefert gleich eine Anleitung mit, wie man es eigentlich richtig machen würde.

A. G. zeigt, wie es richtig geht.

A. G. zeigt, wie es richtig geht.

Facebook / A.G.

Auch E. V.* aus dem rund zehn Kilometer entfernten Aarberg berichtet auf Facebook von herumliegendem Hundekot auf ihrem Grundstück. «Ihr armen Vierbeiner», schreibt sie dazu. «Es wird kälter und dunkler, eure Menschen mögen da nicht laufen. Sie gehen vor die Tür mit euch und schon 20 Meter zu spazieren ist ihnen zu weit.» Stattdessen, so E. V., lassen die Hundehalterinnen und -halter ihre Tiere unter anderem in ihren Garten machen – und lassen das Ergebnis liegen.

«Gute Infrastruktur für Hundehalter»

Bei der Gemeinde Schüpfen ist man sich des Problems zwar bewusst, stellt jedoch keinen Anstieg an zurückgelassenen Häufchen fest. «Wir rufen unsere Bewohnerinnen und Bewohner regelmässig in unserem offiziellen Mitteilungsblatt dazu auf, sich um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu kümmern», sagt Patrik Schenk, Gemeindeschreiber bei der Gemeinde Schüpfen.

«Wir haben hier eine gute Infrastruktur für Hundehalterinnen und -halter. Es ist demnach ein Leichtes, sich um den Kot zu kümmern.» Schenk betont: «Wir sind interessiert daran, solche Informationen direkt zu erhalten, um mögliche Massnahmen zu prüfen.»

* Namen der Redaktion bekannt.

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