Aktualisiert 01.06.2010 14:26

Live-PerformanceEinen Monat lang gesessen und gestarrt

Über 29 Tage lang starrte die Künstlerin Marina Abramovic Museums-Besucher an. Ihr Auftritt gilt als die längste je aufgeführte Live-Performance.

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Marina Abramovic (r.) trug während ihrer Performance im MoMa jeweils lange Kleider. Foto: www.moma.org

Marina Abramovic (r.) trug während ihrer Performance im MoMa jeweils lange Kleider. Foto: www.moma.org

Marina Abramovic heisst die international bekannte serbische Künstlerin, die für ihre neuste Installation «The Artist Is Present» («Die Künstlerin ist anwesend») an einem Tisch sitzt und Menschen anstarrt.

Das tat sie laut dem «Daily Telegraph» jedenfalls sieben Stunden täglich, sechs Tage pro Woche im New Yorker Museum of Modern Art. Am 31. Mai 2010 endete das stille Spektakel. Für das Gelingen waren nicht nur Frau Abramovic, sondern auch die Besucher des Museums zuständig. Denn diese wurden gebeten, sich am Tisch gegenüber der Künstlerin hinzusetzen, um ihren Blick zu erwidern.

Auch Promis wollten mitwirken

1400 Menschen taten dies, darunter Promis wie die Sänger Björk und Lou Reed und die Schauspielerin Isabella Rossellini.

Einige der Besucher haben es laut der Zeitung einen ganzen Tag lang vis-à-vis der Künstlerin ausgehalten, andere hielten ihrem Blick nur ein paar Minuten stand. Die Performance war Teil einer Retrospektive von Marina Abramovic.

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