Der Clásico: Einer der «Verräter» kehrt zurück
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Der ClásicoEiner der «Verräter» kehrt zurück

Am Samstag steht der 230. Clásico zwischen Real und Barcelona an. Barça-Trainer Luis Enrique ist einer von vielen Spielern, die in der Vergangenheit für beide Clubs aufliefen.

von
hua
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Diese Spieler standen bei Barcelona und Real Madrid unter VertragLuis EnriqueDer aktuelle Barcelona-Trainer wechselte 1996 von Real Madrid zu Barça.

Diese Spieler standen bei Barcelona und Real Madrid unter VertragLuis EnriqueDer aktuelle Barcelona-Trainer wechselte 1996 von Real Madrid zu Barça.

Keystone/Bernat Armangue
Luis FigoUmgekehrt machte es der Portugiese im Jahr 2000. Die Katalanen verziehen ihm nie, bewarfen den Verräter 2002 gar mit einem Schweinekopf.

Luis FigoUmgekehrt machte es der Portugiese im Jahr 2000. Die Katalanen verziehen ihm nie, bewarfen den Verräter 2002 gar mit einem Schweinekopf.

Keystone/Paul White
Bernd SchusterDer Deutsche kam 1980 vom 1. FC Köln nach Barcelona. Acht Jahre später wagte er den Wechsel in die spanische Hauptstadt. Schuster legte 1990 noch einen drauf, als er von Real zu Stadtrivale Atlético überwechselte. Ach ja, der «Blonde Engel» amtete von Juli 2007 bis Dezember 2008 auch noch als Real-Trainer.

Bernd SchusterDer Deutsche kam 1980 vom 1. FC Köln nach Barcelona. Acht Jahre später wagte er den Wechsel in die spanische Hauptstadt. Schuster legte 1990 noch einen drauf, als er von Real zu Stadtrivale Atlético überwechselte. Ach ja, der «Blonde Engel» amtete von Juli 2007 bis Dezember 2008 auch noch als Real-Trainer.

epa/Juan Carlos Hidalgo

Beim 230. Clásico (am Samstag ab 18.15 Uhr live bei uns im Ticker) wird ein «Verräter» an der Seitenlinie stehen und die Seinen coachen. Sein Name: Luis Enrique, Trainer des FC Barcelona. Der Spanier wechselte 1996 als Spieler von Real Madrid (1991 bis 1996) zu Barcelona (1996 bis 2004), also zum Erzrivalen – eine Todsünde.

Die Katalanen mussten keine müde Peseta für den Stürmer hinblättern, er wechselte ablösefrei. Andere Spieler trugen in der Vergangenheit ebenfalls die Trikots beider Giganten. Interessant: Der gängige Weg führte die «Verräter» aus Katalonien in die Hauptstadt. Nur wenige gingen den umgekehrten Weg, also von Real zu Barça.

Der Spieler, der seinen Wechsel am meisten zu spüren kriegte und gelegentlich wohl immer noch tut, ist Luis Figo. Der Portugiese verliess Barça im Jahr 2000. Er kostete die Madrilenen 60 Millionen Euro. Als Figo 2002 mit Real ins Camp Nou zurückkehrte und sich bei einer Ecke viel Zeit nahm, wurde er mit verschiedenen Dingen beworfen, dabei war auch ein Schweinekopf.

Schuster mit zwei heiklen Wechseln

Auf die Spitze des unbeliebten Wechsel-Wahnsinns trieb es Bernd Schuster. Der Deutsche kam 1988 von Barça zu Real. Das war schon ein Affront. Doch nur zwei Jahre später legte er noch einen drauf: Den blonden Engel zog es von Real zu Stadtrivale Atlético. Nichtsdestotrotz nahmen ihn die Königlichen wieder bei sich auf. Schuster kehrte von 2007 bis 2008 als Trainer ins Bernabeu zurück und sorgte mit dem Meistertitel für eine Art Wiedergutmachung.

Auch der Brasilianer Ronaldo stand einst bei Barcelona und Real Madrid unter Vertrag. Il Fenomeno schob zwischen die beiden Erzrivalen aber noch einen Wechsel zu Inter Mailand. Dafür wurde der Stürmer auch in Italien zum «Verräter». Denn zum Ende seiner Karriere spielte er zudem für die AC Milan.

Weitere Verräter und andere Fussballer, die für Erzrivalen unter Vertrag standen, sehen Sie in der Bildstrecke.

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