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SpidermanEingesperrt mit 300 giftigen Spinnen

Ein Australier zieht zusammen mit rund 300 giftigen Spinnen für drei Wochen in ein Schaufenster. Er hofft, dass die Passanten nicht nur mitfühlend schaudern, sondern vor allem Geld spenden.

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Zwar ist Nick Le Souef kein grosser Spinnenfan, doch schlimm findet er die Vorstellung auch nicht, mit 300 Riesenspinnen auf engstem Raum zu wohnen.

Zusammen mit Vogelspinnen, Rotrückenspinnen, Schwarzen Hausspinnen, Riesenkrabbenspinnen und White-Tail-Spinnen wird er laut news.com.au drei Wochen lang in einem Schaufenster im australischen Melbourne hausen. Mit seiner Aktion hofft er, mindestens 50 000 Franken für die internationale Kinderhilfsorganisation «variety» zu sammeln.

Der 67-Jährige wird jeden Tag für eine halbe Stunde das Terrarium verlassen können, um sich die Beine zu vertreten, aufs Klo zu gehen und um seine Mahlzeiten vorzubereiten.

Da warens nur noch 300

Ursprünglich hätte Le Souef sein temporäres Zuhause gar mit 400 Spinnen teilen sollen. Doch unter den Tieren brach ein Massaker aus, dem rund 100 Achtbeiner zum Opfer fielen. Damit die verbleibenden 300 satt sind und friedlich bleiben, werden ihnen täglich eine Handvoll Kakerlaken und Grillen zum Frass vorgeworfen.

Vogelspinne

Ihr Biss ist schmerzhaft, aber meist harmlos. Ausser es tritt eine allergische Reaktion auf. Häufig entsteht eine Sekundärinfektion, ausgelöst durch die zahlreichen Keime an den Kieferklauen.

Rotrückenspinne

Sie ist nicht aggressiv und für den Menschen sind nur die Bisse der Weibchen gefährlich. Der Biss ist kaum zu spüren, doch die folgenden Bauchschmerzen gelten als «unerträglich». Sie klingen nach rund zwölf Stunden ab. Lebensgefahr besteht, wenn die auftretenden Lähmungserscheinungen das Atemzentrum betrifft. In Australien kommen jährlich 5 000 bis 10 000 Bisse vor, viele in die männlichen Genitalien, da die Weibchen ihre Netze auch in Aussentoiletten bauen.

Schwarze Hausspinne

Sie gilt als schüchtern und deshalb kommen Bisse von ihr nicht sehr häufig vor. Wenn doch, sind sie äusserst schmerzhaft. Betroffenen kann es übel bis zum Erbrechen werden, sie klagen über Schweissausbrüche und Schwindel.

Riesenkrabbenspinne

Sie gilt als nicht gefährlich. Zwar beisst sie, wenn sie provoziert wird, aber das Opfer leidet nur unter einer Schwellung und lokalen Schmerzen, die nach etwa einem Tag wieder abklingen.

White Tail Spider

Sie gilt als bisslustig. Symptome sind Rötungen und Schwellungen, die Stunden bis Tage anhalten können. Gebissene klagen über Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz, Fieber, Kälteschauer.Wikipedia

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