Aktualisiert 30.06.2009 15:20

HitzetodEingesperrt und fast verdurstet

Die Kantonspolizei Bern mahnt die Tierhalter an, ihre Liebsten nicht im Auto der Sommerhitze auszuliefern. Letztes Jahr reichte sie deswegen gegen sieben Tierhalter Strafanzeige ein.

Kommendes Wochenende fährt der Sommer wieder ein: Über 30 Grad soll es zeitweise werden. Die Menschen kühlen sich im See ab oder machen es sich unter einem Baum gemütlich - und vergessen dabei bisweilen, dass der Hund seit einer Stunde im Auto an der Sonne schmachtet.

Jedes Jahr gehen bei der Polizei dann Anrufe ein, die auf die geschundenen Tiere aufmerksam machen. Rückt die Polizei dann aus, kann sie die Tiere nicht selten knapp vor dem Hitzetod retten. «Letztes Jahr kam es in sieben Fällen so weit», sagt Florie Marion von der Kantonspolizei Bern – in einigen Fällen mussten die Polizisten das Auto aufbrechen, um die nach Wasser lechzenden Hunde und Katzen aus den Fahrzeugen zu befreien.

Schnell mal 40 Grad

Für die nachlässigen Halter hatte die Rettungsaktion aber ein Nachspiel: Die Kapo Bern reichte gegen sie Strafanzeige wegen ungenügender Beaufsichtigung ein. 2007 sei es nur in drei Fällen soweit gekommen, sagt Florie Marion. Dieses Jahr habe man noch niemanden anzeigen müssen, in der Hitzperiode Mitte Juli hätten sie aber bereits einige Personen wegen eingesperrten Tieren angerufen.

Die Kantonspolizei Bern rät den Tierhaltern deswegen, Tiere gar nicht in einem Fahrzeug einzusperren, das an der Sonne steht. Temperaturen in erhitzten Fahrzeugen könnten schnell bis auf 40 Grad steigen.

(job)

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