Einheitlicher Standard für Handy-TV
Aktualisiert

Einheitlicher Standard für Handy-TV

Um das Handy-Fernsehen voranzutreiben, unterstützt die Europäische Union den technischen Standard DVB-H.

Die EU wies am Montag alle Mitgliedsländer an, DVB-H (Digital Video Broadcasting for Handhelds) anderen Technologien vorzuziehen. Diese Entscheidung sei notwendig, um das Handy-Fernsehen voranzubringen, erklärte die Kommission in Brüssel.

EU-Sprecher Martin Selmayr sagte, die Kommission wolle den Streit um die einheitliche Norm für die Übertragung von Fernsehsendungen und Filmen auf Handys und andere mobile Endgeräte beenden. Mit DVB-H unterstütze man einen Standard, der von den Märkten bereits angenommen worden sei. Die Norm wird von den grossen Mobilfunk-Herstellern wie Nokia und Motorola sowie von den Netzanbietern Vodafone, O2 und T-Mobile unterstützt. Andere Systeme wie Qualcomms MediaFLO und ähnliche aus China und Südkorea konnten sich nicht durchsetzen.

Im vergangenen Dezember hatten sich die EU-Staat noch nicht auf einen Standard festlegen wollen. Sie erklärten damals, es sei noch zu früh, um in den Markt einzugreifen und DVB-H den Vorzug zu geben. Die für Telekommunikation zuständige Kommissarin Viviane Reding erklärte jedoch, Europa riskiere seinen Wettbewerbsvorsprung, wenn es sich nicht rasch festlege. In Südkorea schauen bereits zehn Prozent der Menschen Fernsehen via Mobiltelefon. In Italien, wo diese Technik europaweit am stärksten verbreitet ist, sind es nur ein Prozent. (dapd)

Deine Meinung