Aktualisiert 26.09.2009 11:14

KorruptionEinigung im Schmiergeld-Skandal bei Siemens?

Der frühere Siemens-Konzernchef Heinrich von Pierer strebt im Streit um Schadenersatzforderungen wegen des Schmiergeld-Skandals eine aussergerichtliche Einigung an: «Ich bin weiterhin zu einer konstruktiven Lösung bereit.»

Zu Details einer möglichen Einigung äusserte sich von Pierer im «Tagesspiegel» nicht. Siemens fordert von ihm sechs Millionen Euro Schadenersatz für die Folgen der Korruptionsaffäre. Mit einem Ultimatum hat der Industriekonzern diese Woche sieben ehemalige Vorstandsmitglieder unter Druck gesetzt. Diese sollen bis Mitte November in einen Vergleich einwilligen, andernfalls drohen ihnen Klagen.

Im grössten Korruptionsskandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte sollen rund 1,3 Mrd. Euro in dunkle Kanäle geflossen und zur Erlangung von Aufträgen im Ausland verwendet worden sein. Falls es zu Klagen kommt, könnten die Ex- Manager mit ihrem gesamten Vermögen für den entstandenen Gesamtschaden von zwei bis drei Mrd. Euro haftbar gemacht werden.

(sda)

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