Aktualisiert 15.12.2013 21:33

Absprache-FunktionEinkaufs-App aus Zürich nun auch für Android

Zwei junge Zürcher haben vor knapp einem Jahr eine App für iPhones veröffentlicht, die virtuelle Einkaufslisten einfach teilen lässt. Nun kommt «Bring» auch für Android-Phones.

Wer kennt es nicht: Sorgfältig notiert man sich auf einem Zettel alles, was in den nächsten Wochen im Haushalt benötigt wird. Kaum steht man jedoch im Geschäft, wird klar, dass die Einkaufsliste zu Hause liegen geblieben ist. Das Notieren im Mobiltelefon ist da schon praktischer. Doch auch dann kann es passieren, dass man zu Hause die Taschen aufstellt, nur um von allen Seiten zu hören, was man sonst noch hätte mitbringen sollen. «Es gibt viele 1:1-Abbildungen vom alten Papier-Einkaufszettel für das Smartphone, aber keine konnte uns wirklich überzeugen», erzählt Sandro Strebel vom Start-up Publisheria - Cerqui und Strebel .

Also nahm der Zürcher gemeinsam mit Marco Cerqui das Schicksal zahlreicher unorganisierter Einkäuferinnen und Einkäufer in die eigene Hand und veröffentlichte die App Bring. Die virtuelle Einkaufsliste kann gemeinsam mit allen Personen im gleichen Haushalt verwendet werden. Dank eines einfachen Nachrichtensystems wird so schnell ersichtlich, wer einkaufen geht und welche Artikel zu Hause noch fehlen.

Absprachen erstmals möglich

In Zusammenarbeit mit der Uni Basel und der Hochschule für Technik Rapperswil hat das innovative Zürcher Duo die Probleme bei der Einkaufsplanung erforscht und daraus ein Konzept für seine Applikation erstellt. «Bring ist die erste App, welche die Artikelliste und die Absprachen rund um den Einkauf zusammenbringt», erklärt Cerqui. Ebenfalls ein Pluspunkt dürfte die Einfachheit in der Anwendung sein. «Wir haben Dankes-Mails von zufriedenen Nutzern erhalten, die vor allem die einfache Bedienung lobten.» Ausserdem werde «Bring» nie an Aktualität verlieren, «da man immer wieder einkaufen gehen muss».

Vor einem Jahr wurde die App erstmals für iPhones veröffentlicht, die Abgleichungsfunktion ist seit August 2013 integriert. «Bring» kostet drei Franken und ist momentan in der Schweiz, Deutschland und Österreich verfügbar. An einer Version für die USA wird gearbeitet. «In den letzten Monaten erhielten wir zahlreiche Anfragen, ob wir die App auch für Android herausgeben könnten», berichtet Cerqui. Ab 16. Dezember ist dies der Fall. Wer die Applikation über die Festtage herunterlädt, erhält sie zudem zum Vorzugspreis von einem Franken.

Anpassungen je nach Sprachregion

Neu ist weiter, dass es Versionen für die französische und italienische Schweiz geben wird. Ist also ein Smartphone auf Italienisch eingestellt, wird auch die Artikelliste in dieser Sprache angezeigt. «Zudem können typische Produkte aus den entsprechenden Regionen ausgewählt werden», erläutert Cerqui. Für die deutschen und österreichischen Nutzer wurde eine solche Anpassung ebenfalls vorgenommen.

Die Zürcher Erfindung hat Bronze bei «Best of Swiss Apps 2013» und den «Swiss App Awards 2013» in der Kategorie Retail & E-Commerce gewonnen. «Als nächster Schritt wäre es möglich, zwei Listen anzubieten. So könnte beispielsweise eine für das Geschäft und eine privat genutzt werden», führt Cerqui aus. Auch bei unregelmässigen Besuchen in Spezialgeschäften könne sich das Führen von zwei separaten Einkaufszetteln lohnen, so der Jungunternehmer weiter.

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